Du spielst mit dem Gedanken, dir eine Terrassenüberdachung anzuschaffen und hast auch schon mal etwas von einer Pergola gehört? Perfekt, in diesem Ratgeber erfährst du alles, was du über Pergolen wissen musst – von den Vorteilen, die eine Pergola zu bieten hat, den Materialien, bis hin zu den Kosten, die beim Bau einer Pergola anfallen.

Was ist eine Pergola?

Eine Pergola nimmt bei der Gartenüberdachung hierzulande einen prominenten Platz ein. Sie verleiht deinem Garten eine verträumte und romantische Note. Im Sommer geht nichts über ein gemütliches Grillfest auf der eigenen Terrasse – bis ein Regenschauer dir einen Strich durch die Rechnung macht. Der aus dem Lateinischen stammenden Begriff „Pergola“ bedeutet Vor- oder Anbau. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine kleine Gartenkonstruktion mit Dach, die als Säulengang zwischen Haus und Terrasse als Sonnenschutz diente. 

Eine moderne Pergola bringt ein wenig Schatten, um im warmen Sommer die Terrasse besser genießen zu können. Das Bauwerk für die Outdoor-Nutzung mit der dekorativen Konstruktion lädt die Bewohner eines Hauses oder Wohnung dazu ein, sich in der Freizeit im Garten oder auf der Terrasse niederzulassen. In der Regel ist diese Art einer Outdoor-Überdachung mit Kletterpflanzen berankt, die sich über die einzelnen Streben der Pergola verbreiten. Das sieht hübsch und romantisch aus und schützt die Menschen zudem vor einer direkten Sonneneinstrahlung und vor Wind. 

Was ist die Besonderheit einer Pergola? 

Wenn du den schwer zu handhabenden Sonnenschirm satthast, der so umständlich ist, weil der Fuß instabil wurde, dann ist die Pergola die ideale Lösung. Sie wird dich an den heißesten Tagen vor der Sonne schützen, ohne deine Sicht zu beeinträchtigen. Du kannst dir Pergolen aus verschiedenen Materialien und in diversen Ausführungen kaufen. Als Materialien sind Holz, Stein und Metall üblich. Außerdem hast du die Möglichkeit dich für eine Pergola Markise zu entscheiden. Eine Stoffmarkise muss beispielsweise nicht unbedingt von Stützen getragen werden, aber sie ist nicht so standhaft wie ein freitragendes Modell mit Dach und Streben. Eine freitragende Pergola, wird von vielen Gartenbesitzern auch als Laube bezeichnet. Sie kann sowohl im Garten als auch auf der Terrasse platziert werden. Diese Art einer Terrassenüberdachung ist teurer als eine herkömmliche Wandpergola. Willst du eine freistehende Pergola kaufen, dann musst du für einen ebenen Boden sorgen. Das Dach einer Terrassenüberdachung bleibt meist halb offen. Es kann aus aufrollbaren oder einziehbaren Planen und Lamellen bestehen. Einige Pergolen haben auch ein festes Dach. Wenn du mehr über eine Pergola mit Lamellendach erfahren möchtest (Arten, Vorteile, Kosten etc.), dann klicke einfach hier.

Welche Arten von Pergolen gibt es? 

Wie bereits kurz berichtet kannst du zwischen selbsttragenden, angebauten oder abnehmbaren Pergolen entscheiden. Beim klassischen Modell handelt es sich um eine angebaute Pergola, die nicht frei steht, sondern an ein vorhandenes Gebäude angefügt wird. Mit einer Pergola hast du die Möglichkeit dir einen schattigen Raum zu schaffen, der nach außen offen bleibt. Du kannst im Sommer auf der Terrasse essen, dich ausruhen oder mit Freunden und Familie plaudern und einen Aperitif zu dir nehmen. Haus- und Wohnungsbesitzer, die sich eine solche Art der Terrassenüberdachung kaufen, können damit ihren Außenbereich noch einmal deutlich erweitern und zudem abwechslungsreicher gestalten. 

Die selbsttragende Pergola kannst du überall im Garten oder auf der Terrasse montieren. Im Gegensatz dazu wird die angebaute Terrassenüberdachung an der Fassade des Hauses befestigt. Bei der Wandpergola hast du die Wahl zwischen quadratischen, rechteckigen oder runden Modellen. Die abnehmbare Pergola wird im Sommer überall dort platziert, wo du in deinem Garten einen schattigen Platz schaffen möchtest. Sie lässt sich problemlos wieder abbauen und wegräumen, denn sie ist vielfach aus leichten Materialien gefertigt. 

Eine Markise wird über einer Balkon- oder Terrassentür und manchmal auch über einem Fenster angebracht. Sie schützt Bewohner und Besucher vor Hitze und Regen. Anzumerken gilt es, dass auch die Gastronomie Pergolen nutzt, damit die Gäste bei Regen an der frischen Luft sitzen können, ohne nass zu werden. Die robuste Trägerkonstruktion (Pfosten) einer Terrassenüberdachung ist entweder aus Metall, Stein oder aus Holz.

Materialien für eine Pergola

Holzpergola: Wenn du vorhast dir eine Holzpergola zu kaufen, sorgst du damit für eine natürliche und raffinierte Atmosphäre im Außenbereich. Diese Überdachung der Terrasse oder des Gartens wertet deine Immobilie zusätzlich auf. Ihre Grundkonstruktion besteht aus tragenden Pfosten, die an der Oberseite mit Sparren verbunden werden. Es muss nicht unbedingt ein Fundament vorhanden sein, denn die Pfeiler lassen sich auch mithilfe von Schlaghülsen im Boden verankern. Eine Holzpergola ist in der Regel nach oben hin offen, infolgedessen bietet sie Wind und Stürmen weniger Angriffsfläche. 

Rankende Pflanzen können eine Auflast verursachen, die auf die tragende Holzkonstruktion einwirkt. Daher ist es wichtig, dass die tragenden Pfosten auf dieses zusätzliche Gewicht ausgelegt sind. Zu bedenken gilt es zudem, dass es bei einer Holzpergola (im Allgemeinen) keine Überdachung gibt, die Regen und Schnee von der Grundkonstruktion fernhält. Neben Fichte und Tanne werden daher wegen der Beständigkeit häufig auch Eichenholz und Teak für die Grundkonstruktion verwendet.

Wenn du mehr über Pergolen aus Holz erfahren möchtest, kannst du dir hier meinen ausführlichen Ratgeber durchlesen.

Pergolen aus Metall: Terrassenüberdachungen aus Metall wie Aluminium zum Beispiel sind rostfrei und brauchen nur eine minimale Pflege. Sie punkten mit einer hohen Beständigkeit und einer modernen Optik. Metall-Pergolen kannst du im Handel ebenso wie die Holzpergola bereits als Fertigbausätze kaufen. Bei diesen Terrassenüberdachungen kommen eher selten Materialien wie Edelstahl und feuerverzinkter Stahl zum Einsatz. Für die extrem witterungsbeständigen Aluminium-Pergolen gibt es zudem eine große Palette von RAL-Farbbeschichtungen. Rankende Pflanzen verleihen einer Metall-Pergola einen romantischen Touch. Sie ist ohnehin so stabil, dass das Gewicht der Auflast kaum eine Rolle spielt.

Wenn du mehr über Pergolen aus Metall erfahren möchtest, kannst du dir hier meinen ausführlichen Ratgeber durchlesen.

Pergolen aus Stein: Materialien wie Granit zum Beispiel lassen jede Terrassenüberdachung wie ein Kunstwerk erscheinen. Das Material Stein bringt Eleganz und Noblesse in den Garten. Bei einer Pergola aus Stein werden die tragenden Säulen aus Stein angefertigt. Der weitere Aufbau erfolgt in der Regel aus Holz. Anzumerken gilt es zudem, dass es im Handel vorgefertigte Betonteile in Säulenform zu kaufen gibt. Damit kannst du in deinem Garten für ein mediterranes Flair sorgen.

Wenn du mehr über Pergolen aus Stein erfahren möchtest, kannst du dir hier meinen ausführlichen Ratgeber durchlesen.

Für wen ist eine Pergola geeignet? 

Pergolen sind eine schöne Möglichkeit, einen Durchgang zu verschiedenen Teilen des Gartens zu schaffen. Sie verleihen dem Outdoor-Bereich mehr Tiefe und lassen ihn daher größer erscheinen. Pergolen eignen sich für alle, die ihre Privatsphäre auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse schützen wollen. Außerdem werten sie eine Immobilie auf und vermitteln das ganze Jahr über ein Urlaubsgefühl. Durch das Hinzufügen von Kletterpflanzen lässt sich jede Terrassenüberdachung noch zusätzlich aufpeppen. Clematis und Kletterrosen arbeiten sich einfach den Pfosten hoch und sorgen für ein lauschiges Plätzchen – ideal für eine bequeme Leseecke.

Mit einer Pergola lässt sich der Wohnraum über die Wände des Hauses hinaus erweitern. Sie ist daher ideal für alle, die gerne lange Zeit im Freien verbringen. Mit einer Terrassenüberdachung lässt sich sogar ein warmer Sommertag angenehm gestalten. Unter ihrem Schatten steht beispielsweise einem Grillfest mit Familie und Freunden nichts im Wege. Bei einigen Pergolen kann (modellabhängig) sogar eine einziehbare Schattenabdeckung angebracht werden. Diese schützt dann vor leichtem Regen, und unvorhersehbaren Sommergewittern.

Kosten beim Kauf und Aufbau einer Pergola

Die Kosten einer Terrassenüberdachung orientieren sich am Material, an der Größe, der Bauweise sowie am Typ und an ihrer Funktion. Verbindliche Aussagen lassen sich kaum machen. Des Weiteren kommt es darauf an, ob du die Terrassenüberdachung selbst montierst oder von einem Profi errichten lässt. Für manche Pergolen musst du zudem noch ein Fundament errichten und daher auch die ausgehobene Erde lagern und entsorgen. Beim Kauf einer Holzpergola gilt es zu bedenken, dass Pfosten aus Hartholz deutlich teurer sind als solche aus Tannenholz. Bei einer maßgeschneiderten Terrassenüberdachung aus feuerverzinktem Edelstahl steigt nicht nur die Wertigkeit, sondern auch der Preis. 

Für die Anschaffung einer modernen Terrassenüberdachungen aus Aluminium in der üblichen Größe (L5 m x T3 m), ist für einen Bausatz (ohne Zusatzausstattung) mit einem Preis zwischen 1.000 und 4.500 Euro zu rechnen. Das ist allerdings nur ein Richtwert. Bei Pergolen aus Holz kommen vielfach billigere Holzarten wie Tanne und Fichte zum Einsatz. Harthölzer wie beispielsweise Eiche und Nussbaum schlagen kräftiger zu Buche. In der Standardgröße (L5 m x T3 m) bewegen sich die Kosten für einen Holz-Bausatz (modellabhängig) zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Für eine Laubengang aus Stahl beginnen die Kosten je nach Ausführung und Größe bei 5.000 Euro; sie können jedoch auch kräftig darüber liegen. Beim Aufbau eines Holz-Bausatzes durch einen Fachbetrieb ist mit Kosten zwischen 400 Euro und (je nach Zusatzausstattung) und 2.500 Euro zu rechnen. Der Aufbau einer Metall-Pergola kostet ungefähr gleich viel.

Falls du aktuell nicht über das nötige Kleingeld verfügst, du aber nicht mehr länger mit dem Bau bzw. dem Kauf einer Pergola warten willst, könnte ein kleiner Privatkredit in Frage kommen. Was du darüber wissen musst, erfährst du hier.

Wenn du ein geübter Handwerker bist und dir zusätzlich noch zwei helfende Hände zur Verfügung stehen, hast du bestimmt keine Probleme beim DIY-Aufbau der Überdachung. 

Tipp: In den meisten Bauordnungen hierzulande gelten Pergolen als Bauwerke, sodass es bei ihrem Aufbau die Baugrenze zu beachten gilt. 

Was sollte man bei der Planung beachten? 

Bei der Planung muss unbedingt darauf geachtet werden, dass genügend Platz für die Gartenmöbel vorhanden ist. Wie bereits angemerkt, sind Ausführungen in Holz, Stein und Metall möglich. Die Pfosten für den Aufbau sind in diversen Höhen erhältlich. Neben der Form: freistehend, angebaut oder abnehmbar gilt es zu überlegen, ob die Pergola auch als Wind- und Sichtschutz fungieren soll. Muss sie nur für Schatten sorgen oder auch vor Regen schützen?

Die Sicherheit geht vor: Damit die Holzpergola nicht als Klettergerüst dient, sollten sich im unteren Bereich keine stabilen Querstrebern befinden. Kinder könnten sich beim Klettern verletzen und die Streben könnten Einbrechern eventuell sogar als Einstiegshilfe ins Haus dienen – sofern die Pergola an der Hauswand angebaut ist.

Überdenke zudem auch, ob deine Pergola über Seitenwände verfügen soll, um einen effektiven Sichtschutz zu gewährleisten. In diesem Artikel kannst du dich im Detail über Möglichkeiten zum Sichtschutz für deine Pergola informieren.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Pergola?

Vorteile einer Pergola

  • Eine Holzpergola punktet mit einer natürlichen Optik 
  • Pergolen aus Metall sind modern und beständig
  • Sie schaffen einen Wohnbereich im Freien
  • Pergolen werten eine Immobilie auf
  • Sie schaffen Platz für Unterhaltung und Essen im Freien
  • Pergolen aus Holz sind kostengünstig
  • Es gibt vorgefertigte Bausätze
  • Pergolen schaffen einen Ruheort im Garten 
  • Sie bieten eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
  • Pergolen spenden Schatten und bieten Schutz vor Wind

Mit einer Pergola schaffst du dir einen separaten Raum im Garten, ohne dass dieser Bereich optisch komplett abgeschlossen ist. Du kannst darin eine gemütliche Leseecke einrichten. Eine Pergola eignet sich auch sehr gut, um verschiedene Teile deines Gartens miteinander zu verbinden. An ihren Pfosten und Querbalken können Kletterpflanzen empor ranken und für eine romantische Atmosphäre sorgen. Mit einer überdachten Terrasse kannst du auch bei schlechtem Wetter draußen sitzen. Für Pergolen gibt es Zusatzausstattungen wie Heizung, Beleuchtung und Seitenwände etc.

Nachteile einer Pergola

  • In vielen Bundesländern sind Pergolen genehmigungspflichtig
  • Holzpergolen erfordern etwas Pflege
  • Ihre Farbe kann mit der Zeit verblassen
  • Auch die Kletterpflanzen auf den Pfosten brauchen Aufmerksamkeit 

Wenn du im Sinn hast eine Holz- oder Metall-Pergola aufzustellen, solltest du dich beim Bauamt erkundigen, ob du eine Baugenehmigung einholen musst. Kletterpflanzen an den Pfosten sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Allerdings benötigen die meisten von ihnen auch Aufmerksamkeit und Pflege. Im Laufe der Zeit können die Pfeiler und Querstreben einer Holzpergola verblassen, sie erfordern Pflege und Wartung.

Häufig gestellte Fragen zu Pergolen

Was bedeutet Pergola?
Aus dem lateinischen übersetzt bedeutet der Begriff Pergola so viel wie Anbau. Dabei handelt es sich um einen Pfeilergang, der ursprünglich zwischen Haus und Terrasse gebaut wurde und vornehmlich der Zierde oder als Rankhilfe diente. Als Sonnenschutz oder Regenschutz wurde eine Pergola in der traditionellen Form nicht konzipiert.

Hat eine Pergola ein Dach?
In der traditionellen Form verfügt eine Pergola über kein Dach, da ihre primäre Aufgabe nicht der Sonnen- oder Regenschutz war. Das Dach ist also meistens offen, kann aber um ein Sonnensegel erweitert werden. Dieses bietet dann auch optimalen Schutz vor Sonneschein und leichten Regen.

Was kostet eine Pergola?
Die Kosten einer Pergola können je nach Größe, Materialien und Ausstattung stark variieren. Einfach Bausätze gibt es im Baumarkt bereits ab ca. 500 Euro, während eine Pergola vom Profi schnell auch mehrere tausend Euro kosten kann.

Fazit zum Kauf einer Pergola

Eine Pergola kommt für dich vor allem dann in Frage, wenn du mehr Wert auf die Optik, als auf die Funktionalität legst. Im Gegensatz zu einer „normalen“ Terrassenüberdachung ist eine Pergola nicht durchgängig geschlossen, was natürlich auch Nachteile mit sich bringt, vor allem dann, wenn es regnet. Dafür kann sich unter einer Pergola keine Hitze stauen, was vor allem im Sommer ein großer Pluspunkt ist. Doch keine Panik, es gibt auch Pergolen mit einem integrierten Sonnensegel bzw. Sonnenschutz, womit eine Pergola auch optimal vor Sonnenstrahlen schützen kann.

Natürlich kannst du deine Pergola je nach Nutzungszweck auch ganz individuell dekorieren. Welche Möglichkeiten es zur Dekoration deiner Pergola gibt, zeige ich dir in diesem Artikel: Dekoideen für deine Pergola

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