Ein Swimmingpool sorgt für die ganze Familie für noch mehr Spaß im eigenen Garten. Damit du aber wirklich Freude daran hast, benötigst du eine gute Pool Planung. Zu den wichtigen Fragen gehören nicht nur solche nach Art und Anlage eines Pools. Mach dir auch Gedanken darüber, was das Baurecht sagt – und denke gründlich über die Pool Finanzierung nach!

Pool Planung: Fertigbecken oder im Boden versenkt?

Fertigbecken sind praktisch, sofern du nicht viel Zeit, Arbeit und Geld investieren möchtest. Allerdings sind sie auch recht klein. Überlege daher gründlich, ob dir die Größe eines Fertigbeckens ausreicht: Vielleicht lohnt sich für dich doch die Anschaffung eines großen Beckens, das fest im Boden versenkt wird? Natürlich kommt es auch darauf an, wie viel Platz du hast, wer den Swimmingpool hauptsächlich nutzen wird und was dein Budget hergibt.

Tipps für die grundsätzliche Swimmingpool Planung

  • Finde den richtigen Standort: Nicht zu schattig, um im Tagesverlauf möglichst viel Sonne auf das Wasser zu leiten. Bei größeren Pools sparst du so Energie für die Heizung.
  • Achte auf die Umgebung: Steht das Becken zu nah an Büschen oder Bäumen, hast du vielleicht guten Sichtschutz zu Nachbarn und Straße. Dafür wird dein Wasser spätestens im Herbst häufig mit Laub verschmutzt sein.
  • Welche Größe brauchst du: Das hängt unter anderem davon ab, wer das Becken nutzen wird. Für Kids reicht ein kleines Planschbecken. Oder hast du mehr Ambitionen und schwimmst gern ganze Bahnen? Dann benötigst du eher ein Freiluftbecken mit viel Platz. So etwas macht sich auch gut bei Gartenpartys!

Grundsätzliches zum Einbau eines Swimmingpools

Poolbecken solltest du nicht einfach irgendwo aufstellen: Eine Bodenplatte aus Beton stabilisiert das ganze Becken. Sie wird bei eingelassenen Pools in einen Schacht gelegt, in den anschließend auch der Swimmingpool kommt.

Bei größeren Becken macht sich überdies ein separater Technikraum gut. Hast du einen Kellerraum frei? Nutze ihn! Überlege zudem, ob du das Becken möglichst nah ans Haus bauen kannst. Das ist nicht nur bequemer und bringt einen guten Windschutz. Es verhindert auch lange Wege vom Technikraum zum Becken.

Beachte auch die nötigen Anschlüsse für Strom und Wasser. Nutzt du ein Becken mit Filter, brauchst du überdies eine Ableitung des Altwassers über die Abwasseranlage des Hauses! Ein Check deiner Leitungen hilft, Störungen beim Bau durch unvorhergesehene Rohre und Kabel zu verhindern.

Tipp vor dem Einbau:
Bei größeren Pools hat sich eine gründliche Bodenuntersuchung vor Baubeginn bewährt. Nicht jeder Standort eignet sich für solch eine Anlage!

Skimmer oder Überlaufrinne?

Feste Becken nutzen einen Kreislauf für das Wasser. Lässt man es einfach stehen, wird das Wasser sonst bald voller Bakterien sein. Du musst es also separat säubern, bevor du es wieder in den Swimmingpool zurückleitest. Ein Skimmer oder Oberflächenabsauger hilft dir dabei. Dafür brauchst du in der Wand des Pools eine Öffnung mit einem Sieb dahinter, welches die groben Verschmutzungen auffängt.

Alternativ gibt es Pools mit Überlaufrinne. Sie befindet sich am Rand des Beckens, wo sie für den Abtransport des Wassers in einen extra Sammelbehälter sorgt. Der gleicht den Wasserstand permanent neu an. Dann bleibt der Wasserstand immer gleich, ganz egal, wie viele deiner Gäste das Becken gleichzeitig nutzen! Diese Art von Pools erfordert eine etwas andere Technik und ist deutlich teurer als ein Schwimmbecken mit Skimmer.

Du möchtest einen Pool einbauen: Diese Arten von Swimmingpools gibt es

Unterscheidung nach Größe und Wassertiefe:
Überlege hier, wozu du und deine Familie das Schwimmbecken vorwiegend nutzen möchten. Acht mal vier Meter sind die häufigsten Maße, die bei privat Pools eingebaut werden. Aus gutem Grund: In einem Swimmingpool dieser Größe können auch zwei Erwachsene bequem eine Bahn nebeneinander schwimmen.

Oder wird jemand von einem Sprungbrett springen wollen? Hier sollte die Wassertiefe mindestens drei Meter betragen. Für normale Zwecke ohne waghalsigen Sport reicht eine Beckentiefe von 1,5 m. Weil der Rand nur selten mit dem Wasser abschließt, ergibt sich dann eine Wassertiefe von ungefähr 1,4 m.

Unterscheidung nach der Form:
Vollkommen rund sind kleinere Becken. Sie lassen sich einfach in den Garten stellen, können aber auch ganz oder teilweise im Boden versenkt werden.

Stets versenkt werden Rechteckbecken, der Klassiker unter den Pools. Hier werden neben der Bodenplatte auch die Wände mit Beton ausgegossen. Wird Styropor mit verbaut, ergibt sich zudem eine gute Dämmung gegen Wärmeverlust bei tieferen Temperaturen.

Ähnlich verhält es sich mit ovalen Becken: Auch sie brauchen eine Botenplatte, die Wände müssen speziell verstärkt werden. Becken in Achtform hingegen bringen ihre eigene Stützkonstruktion schon mit.

Bist du immer noch nicht im Klaren darüber, ob es ein Fertigbecken oder ein Einbau werden soll?

Hier sind die Vor- und Nachteile von fest verbauten Pools und Fertigpools auf einen Blick

Pools, die fest im Boden versenkt werden:

  • Stabiler durch spezielle Konstruktion des Bodens und der Wände.
  • Individueller: mehr Freiheiten bei Form und Größe.
  • Mehr Badespaß, sofern groß und tief genug.

Nachteile: Mehr Arbeit und mehr Kosten für den Poolbau.

Fertigpools:

  • Große Freiheit bei der Standortwahl.
  • Lässt sich zum Winter rasch abbauen und einlagern.
  • Preiswert, wenig Arbeit zum Errichten nötig.

Nachteile: Fertigpools sind häufig relativ klein.

Materialien, Pool Kosten und Bauzeit

Styropor und Beton:
In den Boden eingelassene Konstruktion. Besonders stabil und gut gedämmt. Bevorzugte Konstruktion für klassische Rechteckbecken. Seltener wird er auch teilversenkt oder frei stehend verbaut. Plane für die Bauzeit mindestens drei Wochen ein. Die Kosten beginnen je nach Größe im niedrigen vierstelligen Bereich.

Stahlwandpools:
Stahlkonstruktion mit Folie. Einfach und kostengünstig für die Formen rund, oval oder Achtform. Hochwertige Modelle schon ab 1.000 Euro erhältlich. Je nach Größe und Konstruktion auch frei stehend zu installieren. Bodenplatte nicht bei allen Modellen zwingend. Die Bauzeit hängt vom Modell ab.

Pools mit Holzwand:
Beliebt zur freien Aufstellung. Holz kann verwittern, verrottet aber nicht. Vorteil: rasche Aufstellung innerhalb eines Tages möglich. Solche Modelle sind bereits ab 2.000 Euro im Handel.

Polyester, GFK oder andere Fertigpools:
Wer solche Pools im Boden versenken möchte, sollte besonders auf Statik und Bodennivellierung achten. Bauzeit und Pool Kosten sind hier völlig unterschiedlich.

Tipp:
Traust du dir das selbst nicht zu, beauftrage eine Fachfirma. Dadurch kann sich die Bauzeit sehr verkürzen, allerdings klettern die Kosten rasch in die Höhe.

Ausstattung des Swimmingpools bei der Pool Planung berücksichtigen

Poolheizung:
Möchtest du auch bei kühleren Temperaturen ins Wasser, brauchst du eine Poolheizung. Ideal zum Baden sind 25 Grad Celsius und mehr. Eine Heizung hilft dir, den Swimmingpool fast das ganze Jahr über zu nutzen.

Welche Technik du beim Pool einbauen vielleicht noch brauchst:
Hierzu gehört neben dem bereits erwähnten Skimmer der Filter, inklusive Pumpe zur Wasserumwälzung. Eine Anlage zur Wasseraufbereitung und Desinfektion (Salzanlage) sorgt für glasklares, sauberes Wasser. Für all das brauchst du natürlich auch eine Poolsteuerung.

Einstiegsleiter:
Häufig vergessen ist eine Hilfe zum Ein- und Ausstieg. Besonders bei flacheren Becken sollte mindestens eine Leiter vorhanden sein: Sie sorgt für sicheren Zugang zum kühlen Nass!

Beleuchtung in den Pool einbauen:
Schwimmen in der Abenddämmerung oder früh am Morgen macht besonders viel Spaß. Eine Beleuchtung sorgt dafür, dass es nicht zu Unfällen kommt, wenn das Tageslicht nicht ausreicht.

Instandhaltung deines Pools

Pool Kosten im Betrieb:
Nach Kauf deines Pools fallen weitere Kosten an. Sie hängen davon ab, welches Modell du gewählt hast. Doch auch die Intensität der Nutzung kann die Kosten beeinflussen. Außerdem kommt es darauf an, wo du wohnst, in wärmeren Gegenden oder im kühleren Norddeutschland.

Senken kannst du die Kosten natürlich auch, etwa mit voller Ausnutzung des Sonnenverlaufs, der die Poolheizung entlastet, sofern du eine hast. Hast du zudem eine Abdeckung in Betrieb, wird das Wasser weniger rasch verschmutzen, wodurch sich die Kosten für die Reinigung vermindern.

Rechne mit bis zu 1.000 Euro pro Jahr für sehr kleine, wenig genutzte Pools. Hier spielen die Kosten für den Wasserverbrauch eine große Rolle. Denn du brauchst häufiger frisches Wasser, da sich eine Filteranlage nicht lohnt. Hast du gut geplant, kannst du vielleicht unter 500 Euro im Jahr bleiben.

Eine Filteranlage hingegen braucht Strom. Hinzu kommt vielleicht noch die Poolheizung. Beide sind abhängig von der Größe des Pools: Rechne hier mindestens mit weiteren 1.000 Euro jährlich.

Was ist bei der Instandhaltung noch zu beachten?

Es kann immer passieren: Sinkt der Wasserstand verdächtig schnell, ist vermutlich ein Leck die Ursache. Wenn nur die Folie betroffen ist, kannst du das vielleicht selbst erledigen. Im Handel gibt es dafür praktische Reparatursets. Willst du ein solches Becken, solltest du vorsichtshalber ein Reparaturset schon im Haus haben.

Ansonsten ist es einfacher, eine Fachfirma mit der Reparatur zu beauftragen. Ebenso hilfreich sind Fachleute, wenn du ein automatisches System der Wasseraufbereitung nutzen möchtest. Es wird in der Regel von einem Fachmann installiert und auch betreut.

Pool Planung konkret: Anschaffungskosten bei Swimmingpools nicht unterschätzen!

Ein Fertigpool mittlerer Größe ist für mehrere hundert Euro erhältlich. Handelt es sich um Fertigbecken, solltest du als reine Anschaffungskosten bis zu 1.000 Euro rechnen.

Teurer sind Folienbecken, die in den Boden eingelassen werden. Rechne hier mit ca. 15.000 Euro. Klassische, im Boden versenkte Rechteckbecken mit Styropor- und Betonelementen können hingegen leicht 30.000 Euro kosten. Bereitet dir diese Summe Kopfschmerzen, denke doch einmal über eine Pool Finanzierung nach. Mehr dazu erfährst du weiter unten!

Tipp:
Zu den Anschaffungskosten gehören auch die Kosten für das benötigte Material. Plane für Werkzeug, Baumaterial sowie eventuell eine Fachfirma weitere Kosten ein!

So kommt zum Fundament die Aufschüttung, daher brauchst du neben Beton auch Schüttgut. Vergiss zudem die Erdarbeiten nicht! Insgesamt kommen dadurch weitere Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro auf dich zu.

Pool Planung: Kaufe wichtiges Zubehör für den Swimmingpool gleich mit!

Abdeckung hält Fremdkörper fern:
Möchtest du kristallklares Wasser vorfinden, wenn du morgens dein erstes Bad des Tages genießt? Denke unbedingt an eine Abdeckung. Sie verhindert, dass Schmutz, Regenwasser sowie Laub in das Schwimmbad fallen. Möglich sind Netze, Planen, Rollläden oder eine feste Überdachung.

Poolroboter für leichtere Reinigung:
Er kommt immer mehr in Mode und erspart dir wirklich eine Menge Arbeit: Lässt du einen Poolroboter mindestens eimal pro Woche werkeln, wird er dir Wände und Boden schön sauber halten. Dann brauchst du nur noch die Stellen nacharbeiten, an die er nicht so gut herankommt, etwa nahe der Einstiegsleiter.

Poolpflegemittel für glasklares Wasser:
Poolhygiene ist extrem wichtig für den ungetrübten Badespaß. Häufig reichen herkömmliche Pflegemittel in Tablettenform, um das Wasser regelmäßig aufzubereiten. Ein UV-Klärer kann allerdings sinnvoll sein, wenn viele Menschen dein Schwimmbecken benutzen. Dann kommt es zu einer erhöhten Keimbelastung, von der du dein Wasser befreien solltest.

Ein Rettungsring mag vielen Menschen übertrieben erscheinen. Schließlich handelt es sich doch bloß um einen Swimmingpool! Bedenke aber, dass die Sicherheit auch deiner Gäste stets vorgeht. Notfälle sind nie auszuschließen und dann wirst du froh sein, einen Rettungsring in greifbarer Nähe zu haben!

Wer braucht für den Swimmingpool eine Baugenehmigung?

Bauliche Veränderungen im Garten erfordern in manchen Fällen eine Genehmigung. Ob das auf dich zutrifft, klärt die Musterbauordnung, die für alle Bundesländer gilt.

In der MBO § 61 Nr. 10a steht: Genehmigungsfrei sind alle Pools, die weniger als 100 m³ fassen. Voraussetzung: Es ist dein eigener Garten!

Tipp:
Für Schrebergärten gilt das nicht. Hier solltest du immer die Kleingartenverordnung zurate ziehen, möchtest du einen Pool einbauen.

Wenn du eine genaue Vorstellung haben willst, was genehmigungsfrei ist: bei den klassischen acht mal vier Meter-Becken und einer Tiefe von anderthalb Metern ergeben sich 48 m³.

Willst du die hundert Kubikmeter überschreiten, brauchst du etwas mehr Platz: Bei einer Tiefe von ebenfalls anderthalb Metern müsste es schon zehn mal sieben Meter messen.

Noch ein Tipp:
Schau trotzdem mal in deinen Bebauungsplan. Es kommt nicht oft vor, aber es kann sein, dass dort der Bau eines Swimmingpools untersagt ist.

Vergiss nicht, eine Baumeldung zu machen. Sie ist in jedem Fall nötig, sobald du das Becken im Boden versenken willst. Informationen dazu erhältst du beim örtlichen Bauamt.

Wer sein Schwimmbecken überdachen will, braucht aber doch eine Baugenehmigung: Dann gilt das Ganze nicht mehr als Swimmingpool, sondern als Gebäude.

Möglichkeiten zur Pool Finanzierung

Ein Swimmingpool steigert den Wert deiner Immobilie. Selbst wenn laufende Kosten entstehen, lohnt sich also seine Anschaffung. Weil die Kosten aber rasch in die Tausende gehen können, lohnt sich oft eine Pool Finanzierung mithilfe einer Bank. Am gängigsten ist der private Ratenkredit. Dabei zahlst du die Summe über einen festgelegten Zeitraum in Raten zurück. Wenn du dein Haus gerade erst neu baust, kann die Finanzierung des Pools im Zweifel auch über die Baufinanzierung abgedeckt werden.

Fazit Swimmingpool Planung: Gründlich ist besser!

Jede Poolplanung erfordert Gründlichkeit, dann hast du mehr Spaß am Ergebnis. Beachte, dass sich die Pool Kosten auf mehrere Tausend Euro belaufen können. Schone dein Budget also mit einer ordentlichen Planung und einer einer passenden Pool Finanzierung!

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