Als Kind musste ich selber die schmerzhafte Erfahrung machen und mein geliebtes Meerschweinchen beerdigen. Ohne einen eigenen Garten zu besitzen blieb mir damals allerdings nichts anderes übrig, als einen Schuhkarton mit Mohrrüben zu befüllen, mein Meerschweinchen dort hineinzulegen und anschließend ein Loch im benachbarten Wald zu buddeln, um mein Meerschweinchen im Schuhkarton dort zu beerdigen. Von einer Gedenkstätte kann da leider nicht die Rede sein und aus Sicht eines Erwachsenen hätte ich mir heute einen ehrenvolleren Platz zur Beerdigung von meinem Meerschweinchen gewünscht. Ich verrate dir in diesem Beitrag daher, wie du eine wunderschöne Gedenkstätte für dein Haustier im Garten errichten kannst und welche Gartenpflanzen dafür am besten geeignet sind.

Ein Garten ist der perfekte Ort, um für dein Haustier eine wunderschöne Gedenkstätte zu schaffen. Eine Gedenkstätte, die nicht nur deinem Haustier würdig ist, sondern auch ein Ort ist, der Raum für Erinnerungen an die gemeinsame Zeit bietet und diese wahrhaftig wieder aufblühen lässt. So bleibt dir dein geliebtes Haustier auch Jahre nach dem Ableben stets in guter Erinnerung und gerät garantiert niemals in Vergessenheit.

Ich stelle dir folgend die schönsten Gartenpflanzen für deine Gedenkstätte vor:

  • Flieder
  • Lilium Eyeliner
  • Viburnum
  • Pagode Hartriegel
  • Magnolie
  • Japanischer Ahorn

Die Wahl der richtigen Gartenpflanze für deine Gedenkstätte ist von entscheidender Bedeutung, damit sie gut gedeihen kann. Ich verrate dir, welche Aspekte du bei der Auswahl berücksichtigen musst und gebe dir wichtige Informationen zu den einzelnen Sträuchern und Bäumen an die Hand.

Darauf solltest du bei einer Gedenkstätte grundsätzlich achten

Bevor ich auf die oben genannten Gartenpflanzen im Detail eingehe, gilt es bei der Auswahl deiner Pflanze noch ein paar grundsätzliche Dinge zu beachten.

Temperatur
Es ist enorm wichtig, dass du eine Pflanze auswählst, die nicht nur optisch perfekt zu deinem Garten passt, sondern auch zu deiner Klimazone. Sprich, die Pflanze deiner Wahl muss mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen, die an deinem Wohnort herrschen.

Pflanzentypen im Check:

  • Winterharte Pflanzen: Sie überstehen Frost und raue Bedingungen.
  • Halbharte Pflanzen: Sie überstehen möglicherweise kein schlechtes Wetter wie Frost & Co. Wenn du eine halbharte Pflanze auswählst, aber in einer kühlen Region lebst, musst du im Winter gewisse Vorkehrungen treffen, damit die Pflanze den Winter überlebt. Für die Wintermonate ist dringend zu empfehlen, dass du Gartenvlies und Stroh verwendest, um die Wurzeln zu wärmen und so vor der Kälte zu schützen.
  • Zarte Pflanzen: Bei Temperaturen unter 12°C gedeihen diese nicht. Diese Pflanzen überleben keinen Frost und sind daher nicht für kalte Regionen geeignet.

Natürlich ist es möglich, dass ungewöhnliche Wetterphänomene aufkommen können, die in warmen Regionen zu einem Kälteeinbruch und in kalten Region zu einem unverhofft warmen Wetter führen können. Bei ungeplanter Hitze ist das Mulchen um die Wurzeln herum sehr wichtig, während die Wurzeln bei einem Kälteeinbrüchen mit Vlies und Stroh vor der Kälte geschützt werden müssen. So kannst du auch in diesen Extremsituationen Schäden an der Pflanze vermeiden.

Sonne und Schatten
Es gibt Pflanzen, die sich perfekt an besonders sonnige Orte angepasst haben und es gibt Pflanzen, die sich vor allem im Schatten wohlfühlen. Ein Punkt, der natürlich auch bei der Wahl des richtigen Standorts für deine Gedenkstätte Beachtung finden sollte. Zu wenig Sonne würde für einige Pflanzen nämlich schlicht bedeuten, dass sie nicht richtig gedeihen können, während zu viel Sonne bei anderen Pflanzen dazu führt, dass die Blätter verbrennen. Generell solltest du wissen, dass Gärten mit einer südlichen oder westlichen Ausrichtung weniger Sonne abbekommen, als Gärten, die nach Norden oder Osten ausgerichtet sind.

Boden
Nicht jede Pflanze fühlt sich in jedem Boden wohl. Du solltest dir daher über die Bodenbeschaffenheit in deinem Garten im Klaren sein. Boden ist nämlich nicht gleich Boden. Es gibt sandige Böden, lehmige Böden oder schlammige Böden.

Sandige Böden zeichnen sich dadurch aus, dass sie körnig sind und leicht auseinander fallen, wenn man versucht, sie zu einer Kugel zu formen. Zudem können sandige Böden kein Wasser speichern.

Lehmböden sind hingegen klebrig und lassen sich zu einer Wurst formen. Je mehr Tonpartikel der Boden hat, desto mehr kann man die Wurst biegen, ohne dass sie zerbricht.

Schlammige Böden sind eine Mischung aus Sand- und Tonböden. Sie sind pulverförmig und klebrig. Wenn sie geformt werden, halten sie ihre Form besser als Sandböden, sind aber nicht so biegsam und leicht zu formen wie Tonböden.

So prüfst du deinen Boden
Um den Boden auf seine Beschaffenheit zu untersuchen, wähle eine Stelle aus und grabe eine Kontrollgrube. Diese muss nicht allzu groß sein, sollte aber so tief wie möglich sein. Auf diese Weise kannst du den Ober- und Unterboden hinsichtlicher seiner Struktur untersuchen.

Der Unterboden ist für Bäume und große Sträucher wichtig, da sie zur Stabilisierung tiefere Wurzeln bilden. Zu viel Sand im Unter- oder Oberboden führt dazu, dass Wasser und Nährstoffe zu schnell abfließen. Zu viel Ton im Ober- oder Unterboden führt dazu, dass sich das Wasser um die Wurzeln herum staut.

Der ideale Boden ist für die meisten Pflanzen ein lehmiger Boden. Lehmböden sind eine Mischung aus Sand, Lehm und Schlamm. Diese Art von Boden lässt sich zu einem Ball formen, ohne das dieser an der Hand kleben bleibt. Ein Boden mit dieser Struktur sollte reich an Mineralien und Nährstoffen sein aber locker genug, damit sich die Wurzeln ausbreiten und kräftig wachsen können.

Wenn du über einen Sand-, Ton- oder Schlammboden verfügst, kannst du diesen relativ einfach ohne großen Aufwand in einen perfekten Lehmboden umwandeln. Füge der Grundfläche einfach ausreichend Kompost oder alten Mist hinzu und schon kannst du dich in naher Zukunft über einen schönen Lehmboden freuen.

Abschließende Gedanken, bevor du die perfekte Pflanze für deine Gedenkstätte auswählst

  • Bedenke immer das Wachstum deiner Pflanze. Es wäre super schade, wenn du diese nach ein paar Jahren aus deinem Garten entfernen müsstest, weil die Pflanze aus dem Garten herausgewachsen ist.
  • Denke auch immer an die Pflege deiner Pflanze. Einige Pflanzen sind schwer zu züchten und erfordern ständige Pflege. Wenn du viel zu tun hast, solltest du dich für eine Pflanze entscheiden, die widerstandsfähig und pflegeleicht ist.
  • Weiterhin solltest du die Blütezeit deiner Pflanze berücksichtigen. So könnte es für dich eine symbolische Bedeutung haben, dass die Pflanze dann blühen soll, wenn dein Haustier geboren oder gestorben ist.

Ganz gleich, für welche Pflanze du dich am Ende entscheidest, beachte stets die Pflegeanleitung, die deiner Pflanze beigefügt ist. Nun lass uns aber einen Blick auf die schönsten Pflanzen für eine Haustier-Gedenkstätte werfen.

Die schönsten Sträucher

Flieder – Süß duftende Blüten, winterhart, leicht zu kultivieren und pflegeleicht

Flieder als Gedenkstätte für dein Haustier

Die süß duftenden Blüten, die im Frühsommer erscheinen und Schmetterlinge anlocken, gibt es in 7 verschiedenen Farben: rosa, pink, lila, weiß, magenta, lavendel und gelb.

Obwohl die Blütezeit dieser Pflanze nicht lange andauert (ca. 2 bis 3 Wochen), kannst du dich durch den gemeinsamen Anbau von Früh-, Mittel- und Spätflieder an einer ca. 6-wöchigen Blütezeit erfreuen.

Empfehlungen nach Blütezeit

Frühblüher: Charles Joly (magenta)
Zwischensaison: Monge (lila)
Spätblüher: Miss Canada (ein rötliches Rosa)

Flieder reicht von Zwergsorten, die bis zu 2,5 m hoch werden, bis zu größeren Sorten, die bis zu 9 m hoch werden. In der Regel wachsen die größeren Fliedersträucher jedes Jahr 12 bis 18 cm.

Wichtig: Flieder benötigt einen sonnigen Platz in deinem Garten. Ideal sind 6 Sonnenstunden und mehr am Tag.

Lilie Eyeliner – Einfach zu züchten, duftende Blumen, winterhart und pflegeleicht

Lilie Eyeliner als Gedenkstätte für dein Haustier

Diese schöne und pflegeleichte Pflanze blüht im späten Frühjahr oder Frühsommer und wird zwischen 60 und 110 cm hoch.

Ihre duftenden, trompetenförmigen Blüten sind reinweiß mit auffälligen violetten Sprenkeln und einer deutlichen violetten Linie um alle Blütenblätter. An einem sonnigen, gut durchlässigen Standort etablieren sie sich schnell und sind über Jahre hinweg prächtig anzusehen.

Das tolle an dieser Sorte ist auch, dass sie eine lange Lebensdauer in der Vase hat. So kannst du mit dieser Pflanze sogar dein Haus schmücken.

Wichtig: Diese Pflanze bevorzugt Morgensonne und Schatten am Nachmittag, besonders wenn du in einer sehr warmen Klimazone lebst. Du musst die Pflanze vor starken Winden schützen und während sommerlicher Dürreperioden regelmäßig gießen.

Viburnum – Wunderschön duftende Blüten, pflegeleicht und winterhart

Viburnum als Strauch für deinen Garten

Dieser schöne und duftende Strauch ist pflegeleicht, einfach zu züchten und winterhart. Die süß duftenden Blüten dieses Strauches erscheinen in Dolden und ihre Farbe variiert zwischen weiß, cremefarben und rosa. Sie blühen oft im Frühjahr und im Herbst.

Nach dem Ende der Blütezeit bilden sich Zierbeeren, deren Farbe von rot über violett bis blau oder schwarz reichen kann. Diese Beeren sind eine hervorragende Nahrungsquelle für Vögel wie Rotkehlchen, Blaukehlchen, Drosseln, Katzendrosseln, Kardinäle, Finken, Seidenschwänze und andere.

Dieser Strauch kann immergrün oder laubabwerfend sein. Diejenigen, die in kühlen gemäßigten Klimazonen wachsen und gedeihen, sind sommergrün, während die meisten Arten, die in wärmeren Klimazonen wachsen und gedeihen, immergrün sind. Die laubabwerfenden Sorten haben eine schöne Herbstfärbung.

Sie vertragen fast jeden Boden, bevorzugen aber einen gut durchlässigen, humusreichen Boden, der im Sommer nicht völlig austrocknet.

Wichtig: Ob Sonne, Schatten, Hitze oder Trockenheit, dieser Strauch verträgt jedes Klima.

Die schönsten Bäume

Pagode Hartriegel – Duftende Blüten, Früchte, die mindestens 11 Vogelarten Nahrung bieten, Blätter, die Vögeln Unterschlupf bieten, beliebt bei Schmetterlingen

Pagode Hartriegel als Gartenbaum

Dieser relativ kleine Baum wird bis zu 8 m hoch und hat einen Stammdurchmesser von 152 mm. Aufgrund seiner weit ausladenden, biegsamen Äste und seines flachen Kopfes, gepaart mit seinen herrlich duftenden, cremefarbenen Blüten, die im späten Frühjahr blühen, eignet sich dieser kleine Baum perfekt als Gedenkstätte für dein Haustier.

Auch die Tierwelt ist von diesem Baum begeistert. Seine Blüten locken Schmetterlinge an, und die bläulich-schwarzen Früchte, die nach der Blüte erscheinen, sind eine Nahrungsquelle für mindestens 11 Vogelarten, darunter auch Zugvögel. Außerdem bietet das dichte Blattwerk hervorragende Nistbedingungen für Vögel.

Leider ist der Baum anfällig für Pilze, wenn er Trockenheit oder Hitze ausgesetzt ist. So kannst du das potenzielle Wachstum und die Ansiedlung von Pilzen verringern:

  • Im Halbschatten bis Vollschatten pflanzen
  • Benötigt einen gut durchlässigen Boden
  • Boden muss oft bewässert werden, ohne das er austrocknet
  • Der Wurzelbereich sollte gut gemulcht werden, um die Feuchtigkeit zu halten und die Bodentemperatur zu stabilisieren

Magnolie – Winterhart, pflegeleicht und einfach zu pflegen

Magnolie als Gedenkstätte für dein Haustier

Magnolienbäume gibt es in verschiedenen Größen: von der größten, Magnolia grandiflora, die bis zu 24 m hoch werden kann, bis zur kleinsten, Magnolia soulangea, die nur 4 m hoch wird.

Die Blütezeit variiert je nach gewählter Magnolie. Einige Bäume blühen im Spätwinter/Frühjahr, andere im Sommer. Die Blüten gibt es in verschiedenen Farben: schwarz-violett, hellrosa, elfenbeinweiß und magentarot, um nur einige zu nennen.

Wichtig: Achte darauf, dass du die Magnolie an einem Standort mit viel Sonne pflanzt (mindestens 6 Stunden am Tag) und der Boden an diesem Standort gut durchlässig ist. In den ersten Jahren des Wachstums benötigt der Baum relativ viel Wasser, kommt dann aber gut mit mäßiger Trockenheit klar.

Japanischer Ahorn – Schönes Laub, kuppelförmiges Blätterdach, wächst sowohl im Kübel als auch auf dem Boden

Japanischer Ahorn als Gedenkstätte für dein Haustier

Japanische Ahorne erwachen im Frühjahr mit ihren wunderschönen rötlich-violetten Blättern zum Leben. Bei einigen Bäumen bleibt dieses rot-violette Laub den ganzen Sommer über erhalten, während sich bei anderen die Blätter in verschiedene Grüntöne verfärben. Auch im Herbst variiert die Laubfarbe: Bei einigen Bäumen färbt sich das Laub gelb und orange, bei anderen karminrot.

Die Ahornsorten unterscheiden sich nicht nur in der Blattfarbe, sondern auch in der Höhe und der Kronenform. Einige japanische Ahorne werden zu kleinen Bäumen mit einer Höhe von bis zu 9 m, andere bleiben als niedrige Sträucher, die nur 2 m hoch werden. Während die meisten Sorten eine kuppelartige Form annehmen, können andere eine aufrechte Kronenform haben.

Wichtig: Einige Japanische Ahornsorten vertragen Sonne, die meisten bevorzugen jedoch Halbschatten. Du solltest zudem einen Standort wählen, der vor starken Winden und Frühjahrsfrösten geschützt ist. Der Boden sollte feucht und gut durchlässig sein.

Fazit zum Abschluss

Wie du siehst gibt es wunderschöne Sträucher und Bäume, die perfekt als Gedenkstätte für dein Haustier im Garten dienen können. Damit du den schmerzhaften Verlust aber nicht zweimal ertragen musst, solltest du unbedingt die Empfehlungen für den Standort, den Boden sowie die allgemeinen Pflegehinweise beachten. Sofern du hierbei aber keine Fehler machst, wirst du für viele Jahre eine tolle Erinnerung an dein Haustier haben.

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