Die Bauweise deines Wintergartens sollte mit seiner Umgebung eine harmonische Einheit bilden. Bei der Gestaltung gilt es den Standort und auch dein Budget mit einzubeziehen. Wintergärten können zum Beispiel an ein bestehendes Gebäude angeschlossen oder freistehend als separate Strukturen mit verschiedenen Dachformen gebaut werden. Welche Dachformen sowie Bauformen von Wintergärten es gibt und was du jeweils für Kosten veranschlagen musst, erfährst du in diesem Artikel.

Dachformen von Wintergärten

Dach ist nicht gleich Dach. Es gibt unterschiedlichste Dachformen bei Wintergärten, die alle einen anderen Zweck haben. Welche Dachformen es bei Wintergärten gibt, kannst du folgend nachlesen.

Pyramidendach: Für einen viktorianischen Wintergarten eignet sich ein verspieltes Pyramidendach, das sich durch Verzierungen, Sprossen und Würfelleisten auszeichnet. Diese Dächer werden mit viel Liebe zum Detail gefertigt.

Pultdach: Das Pultdach ist weit verbreitet und gehört zu den Klassikern. Diese Variante mit den eher einfachen Konstruktionen gibt es auch mit Solarknick. Dadurch wird die Sonnenwärme in den Herbst- und Wintermonaten besonders effektiv genutzt. In das Pultdach können Dachflächenfenster oder seitliche Kippfenster integriert werden.

Flachdach: Ein Flachdach bringt bei Wintergärten einige Vorteile. Da keine Dachneigung notwendig ist, kann auch ein Anbau mit einer geringen Wandhöhe erstellt werden. In der Regel lassen sich auch komplexere Bauformen realisieren, ohne dass die Kosten explodieren.

Satteldach: Das Satteldach ist konstruktiv etwas aufwendiger. Für diese Dachform sprechen sowohl ästhetische als auch praktische Gründe. In Regionen mit hoher Schneelast begünstigt diese Variante das schnelle Abrutschen des Schnees. Beim Satteldach gibt es diverse Ausstattungsvarianten. Ein Satteldach aus Glas ist ein toller Blickfang. Es ist zudem robust und langlebig.

Pavillondach: Für freistehende Wintergärten mit einer Eck-Bauform bewährt sich ein Pavillondach. Auch für halbrunde Bauformen, die an die Hauswand gebaut sind, passt diese Dach-Variante.

Varianten und Bauformen von Wintergärten

So unterschiedlich die Dachformen bei einem Wintergarten sein können, so unterschiedlich können auch die Bauformen sein. Welche es gibt, erfährst du jetzt.

Wohn-Wintergarten: Ein Warmwintergarten kann das ganze Jahr über genutzt werden. Zusätzlich zur Sonneneinstrahlung müssen Heiz- und Belüftungsmöglichkeiten vorhanden sein. Bei diesen Bauformen muss zudem ein Augenmerk auf die Dämmung, den Energieverbrauch und auf die Beschattung gelegt werden.

Kaltwintergarten: Bei dieser Variante musst du dir keine Gedanken um die Heizung machen. Zwischen Frühling und Herbst bietet sie dir einen tollen Platz zum Ausspannen, Lesen, Kaffee trinken und Plaudern. In den kalten Monaten finden deine empfindlichen Pflanzen im Kaltwintergarten einen ausgezeichneten Platz zum Überwintern.

Freistehende Wintergärten: Bei ihrer Planung ist zu berücksichtigen, dass Modelle mit einer separaten Struktur mehr Platz benötigen. Sie passen sehr gut an einen sonnigen Standort mit einiger Entfernung zum Haus. Wahrscheinlich muss dafür auch eine Baugenehmigung eingeholt werden. Der Anschaffungspreis für eine hochwertige Aluminiumkonstruktion ist in der Regel höher als bei einer Konstruktion aus Holz. Aluminium ist sehr witterungsbeständig und pflegeleicht. Holz dagegen erfordert eine relativ aufwendige Pflege.

Wintergarten-Anbau: Diese Konstruktion besteht meist aus thermisch getrennten Profilen aus Aluminium. In das Gerüst werden Fenster und Türen eingebaut. Bei Wohn-Wintergärten ist eine Isolierverglasung Standard. Sie muss den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. Je nach Lage kann auch eine Schallschutzausstattung oder ein einbruchssicheres Glas von Vorteil sein. Für die schwer zugänglichen Dachbereiche ist selbstreinigendes Glas zu empfehlen. Neben Aluminium ist auch Holz für die Konstruktion sehr beliebt. Profile aus Kunststoff bieten dir gerade bei den Dachformen wenig Gestaltungsmöglichkeiten.

Eckwintergarten: Über Eck gebaute Wintergärten dienen als zusätzliche Isolierung des Wohnbereichs. Falls der Platz solche Bauformen zulässt, sparst du dir sogar mit einem Kaltwintergarten einen großen Teil deiner Heizkosten ein. Wenn du Glück hast, kannst du beinahe den ganzen Tag über die wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Am Abend profitierst du dann auch noch von der gespeicherten Wärme.

Planung von deinem Wintergarten

Für einen Wohn-Wintergarten benötigst du ein Fundament und im Allgemeinen auch eine Baugenehmigung. Wintergärten sollten groß genug sein, dass kein beengtes Gefühl entsteht. Die Mindestgröße liegt zwischen 15 und 20 m2. Bei der Größenfindung eines Anbauwintergartens musst du natürlich auch die Größe des Gebäudes berücksichtigen, an das er angebaut werden soll. Wintergärten sollten mit ihren Bauformen und der Größe zum Erscheinungsbild deiner Immobilie passen.

Des Weiteren gilt es zu bedenken, dass du für einen Esstisch mit sechs Stühlen einen Wintergarten mit einer Mindestgröße von 4 x 3,5 Metern brauchst. Sollen auch noch ein gemütliches Sofa und mehrere Kübelpflanzen darin Platz finden, so musst du das bei der Planung ebenfalls berücksichtigen.

Für einen Warmwintergarten musst du auch die Heizung mit einplanen; sie entfällt beim unbeheizten Modell. Du benötigst Licht und Steckdosen sowie diverse Anschlüsse sowie einen Holz- oder Fliesenboden. Überdies gilt es bei der Planung Beschattungs- und Belüftungssysteme im Auge zu behalten.

Kosten für verschiedene Bauformen von Wintergärten

Für einen Bausatz eines freistehenden Warmwintergartens zahlst du grob geschätzt bis zu 2.500 Euro pro m2. Das ist nur ein Richtwert. Der Preis orientiert sich auch am Material, den Bauformen, der Konstruktion und der Art der Verglasung sowie der Beschattung und Belüftung.

Einen Bausatz für einen Anbauwintergarten mit den Maßen von 600 x 300 cm bekommst du ab etwa 13.800 Euro. Diese Preise sind Kosteneinschätzungen. Neben den Bauformen orientieren sich die Preise an der Art (Warmwintergarten oder Kaltwintergarten) der Bauwerke. Einen Kaltwintergarten kannst du um einiges günstiger erstellen als einen Warmwintergarten.

Ein Wohn-Eckwintergarten mit einer Aluminiumkonstruktion und den Maßen von 600 x 300 cm schlägt mit etwa 28.700 Euro zu Buche. Natürlich kommt es auch auf die Zusatzausstattung wie Belüftung, Beschattung und Heizung an. Alle hier angeführten Preise für Wintergärten sind nur Kostenschätzungen! Nach oben hin sind die Preise ohnehin offen. Jedes neue Projekt muss genau kalkuliert werden. Dabei gilt es nicht nur die Bauformen und Dachformen im Auge zu behalten. Auch Zusatzausstattungen wie eine automatische Belüftung und Beschattung können einen großen Einfluss auf die Kosten haben.

Wenn du mehr über Wintergärten im Allgemeinen erfahren möchtest, kannst du dir hier meinen Ratgeber für Wintergärten durchlesen.

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