Gartensauna

Saunaholz für innen und außen: Holzarten auf einen Blick

Die Sauna ist der perfekte Ort, um zu schwitzen, zu entspannen und den Körper zu verjüngen. Aber was ist das beste Holz für die Gartensauna – sowohl für den Innenbereich als auch für die Außenverkleidung? Das ist die häufigste Frage, die sich Menschen stellen, die beabsichtigen eine Außensauna kaufen zu wollen.

In diesem Beitrag gehe ich detailliert auf die verschiedenen Holzarten ein, damit du eine klare Entscheidung beim Kauf deiner Gartensauna treffen kannst.

Holzarten für die Außenverkleidung

Die drei folgenden Holzarten gehöre zu den Holzarten, die bei der Außenverkleidung von Außensaunen am häufigsten zum Einsatz kommen. Insgesamt gilt, dass du für Außensaunen sehr witterungsbeständiges Holz brauchst. Andernfalls musst du die Sauna früher ersetzen, als du es dir vorstellen kannst.

1. Nordische Fichte – stark und langlebig

Die nordische Fichte wächst sehr langsam. Daher hat sie eine höhere Dichte und eine fest eingewachsene Struktur. Diese Holzart mit der schönen hellen Färbung ändert ihre Farbe während ihrer gesamten Lebensdauer nicht. Sie verfügt über ein subtiles, therapeutisches Aroma, das das Saunaerlebnis verbessert. Das Holz der nordischen Fichte weist ein geringes Gewicht auf. Es ist weich und elastisch, daher lässt es sich gut verarbeiten. Obendrein ist es sehr stabil, sodass es auch mit einer größeren Schneemenge fertig wird. Damit deine Gartensauna aus nordischem Fichtenholz lange erhalten bleibt, solltest du sie mit einer Lasur schützen.

Vorteile:

  • es ist stark und langlebig
  • das Holz hat ein therapeutisches Aroma
  • es ist weich und sehr elastisch
  • weist ein geringes Gewicht auf
  • sehr stabil

Nachteile:

  • sollte mit einer Lasur geschützt werden

2. Kiefernholz – die preiswerte Variante

Kiefernholz ist von Natur aus fäulnisbeständig und verrottet nicht so leicht. Es gehört zur Gruppe der Nadelhölzer und punktet mit einer weißlich-gelben Farbe. Diese Holzarten können nachdunkeln und erhalten dann einen rötlich-braunen Ton. Kiefernholz ist einfach zu verarbeiten und zu moderaten Preisen erhältlich. Daher ist es eine gute Wahl für deine Außensauna. Allerdings hat diese Holzart große Astlöcher, dadurch arbeitet das Holz und es können undichte Stellen auftreten. Darüber hinaus hat Kiefer einen hohen Harzgehalt, der zu einem Harzaustritt führen kann.

Vorteile:

  • Kiefernholz hat einen angenehmen Duft
  • es bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile
  • Kiefernholz ist preiswert

Nachteile:

  • möglicher Harzaustritt
  • muss ausreichend gepflegt werden

3. Espe – für eine edle Optik

Espenholz splittert nicht und es wird auch nicht zu heiß. Außerdem überzeugt es mit einem hellen Farbton und einer edlen Optik. Die Espe gehört zu den Holzarten, die über eine glatte Textur verfügen. Sie wird häufig an Saunawänden verwendet. Ihre harzfreien Eigenschaften sind ideal für den Bau einer Gartensauna. Allerdings zählt Espenholz zu den teureren Holzarten.

Vorteile:

  • die angenehm glatte Textur
  • die edle Optik 
  • nahezu harzfrei
  • die geringe Wärmeleitfähigkeit 
  • splittert oder bricht nicht so leicht

Nachteile:

  • keine Nachteile bekannt

Hinweise zur Pflege der Außenverkleidung

Die Außenverkleidung einer Gartensauna ist einer großen Beanspruchung ausgesetzt. Mit dem richtigen Schutz beugst du Schäden, die durch Wasser, Kälte und UV-Strahlung entstehen können vor. Die Außenseite deiner Sauna kannst du sowohl mit deckenden Holzfarben als auch mit atmungsaktiven Holzlasuren behandeln.

Was muss vor der ersten Inbetriebnahme der Gartensauna beachtet werden?

Vor der ersten Inbetriebnahme ist deine Außensauna zu imprägnieren. Dadurch schützt du sie vor Fäulnis und Schimmelbildung. Du behandelst alle hölzernen Teile, um sie wetterfest zu machen. Idealerweise folgst du hier der Empfehlung von deinem Hersteller.

Holzarten für die Innenverkleidung

Die drei folgenden Holzarten gehöre zu den Holzarten, die bei der Innenverkleidung von Saunen am häufigsten zum Einsatz kommen.

1. Gemeine Erle – sehr robust und widerstandsfähig

Bei der Roterle oder Schwarzerle handelt es sich um eine rotbraune Holzart mit einer angenehmen, glatten Textur. Das mehrjährige Laubholz ist wegen seiner Robustheit und Wasserbeständigkeit ideal für eine Saunakabine.

Vorteile:

  • das Holz überhitzt nicht leicht
  • es ist sehr widerstandsfähig gegen Fäulnis
  • die Erle hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit

Nachteile:

  • diese Holzart ist anfällig für Schädlings-/Insektenbefall

2. Pappel – für ein luxuriöses Finish

Das Holz dieses Weidengewächses ist von Natur aus hellgelb und es punktet mit einer glatten Textur. Diese Holzart ist ideal für Saunabänke und Innenräume einer Außensauna. Denn es besitzt keine sichtbaren Äste und zudem splittert es nicht. Die warme Optik der Pappel sorgt in der Saunakabine für ein gemütliches, luxuriöses Finish.

Vorteile:

  • Pappelholz überhitzt nicht
  • es sondert kein Harz ab
  • ideal für Saunabänke und Innenräume

Nachteile:

  • nimmt viel Feuchtigkeit auf
  • anfällig für Schimmel

3. Douglasie – für den rustikalen Look

Die Douglasie sorgt für ein uriges Saunavergnügen. Diese Holzart ist ein Mitglied der Familie der Kieferngewächse. Ihr rötliches, kräftig gemasertes Holz verleiht der Saunakabine einen rustikalen Look. Innen wird das Holz unbehandelt verwendet. Als Außenverkleidung wird es lackiert. Eine Saunakabine aus Douglasie ist wegen der geraden Maserungen und der hellbraunen Farbe sehr schön anzusehen.

Vorteile:

  • hat keinen Geruch 
  • es sickert kein Harz aus der Außensauna
  • die Douglasie ist stark und langlebig
  • sehr beständig und elastisch

Nachteile:

  • sehr hart
  • Astlöcher teilweise aufgeplatzt

Hinweise zur Pflege der Innenverkleidung

Die Holzverkleidungen deiner Außensauna sowie die Liege- und Sitzbänke darfst du auf keinen Fall mit einem Wasserschlauch abspritzen. Anders als die Außenverkleidung darfst du die Innenverkleidung weder lackieren noch imprägnieren. Nach jedem Saunagang ist der Saunaraum gründlich durchzulüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Was du sonst noch bei der Innenreinigung beachten musst, kannst du hier nachlesen.

Was muss vor der ersten Inbetriebnahme der Gartensauna beachtet werden?

Vor dem ersten Saunagang steht der Probelauf an. Achte dabei auf die Herstellerhinweise. Plane Zeit zum Aufheizen des Ofens ein. Anzumerken gilt es zudem, dass das Innenholz im Vergleich zur Außenverkleidung grundsätzlich unbehandelt bleibt. Jede Holzlasur würde sich lösen und ihre giftigen Dämpfe könnten der Gesundheit der Saunabesucher schaden.

Ich hoffe, dass du mit diesen Infos nun einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Holzarten erhalten hast, so dass dir die Entscheidung für die ein oder andere Holzart etwas leichter fällt bzw. du diese ganz bewusst treffen kannst.

Wenn du im Allgemeinen mehr über das Thema Gartensauna erfahren möchtest, kannst du dir hier meinen Ratgeber „Gartensauna kaufen: Top Tipps für das Saunieren im Garten durchlesen“.

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