Brennholz verfügt in Haus und Garten über vielfältige Verwendungszwecke und erlebt auch aufgrund stark steigender Energiepreise eine Renaissance, wenn es um das Heizen vom Wohnraum geht. Daneben wird Brennholz auch gerne im Garten für Feuerschalen bzw. Feuerkörbe oder zum Räuchern von Fleisch und Fisch eingesetzt. Was du alles über die verschiedenen Brennholzarten und deren Verwendungszwecke wissen musst, erfährst du in diesem Artikel.

Noch vor einem Jahrhundert waren mit Brennholz befeuerte Öfen eine gängige Methode, die eigenen vier Wände angenehm warmzuhalten. Mit der Einführung von Gas- und Ölheizungen verringerte sich jedoch die Nachfrage nach Brennholz und die Öfen verschwanden zunehmend aus den Häusern.

Heute rücken jedoch gerade Holzheizungen vermehrt in den Fokus, da die Frage nach alternativen Heizmethoden steigt. Das dafür benötigte Brennholz gibt es mittlerweile in großer Auswahl.

In den folgenden Abschnitten erkläre ich dir, welche verschiedenen Arten Brennholz es gibt und wo genau die Unterschiede, Vorteile und Nachteile liegen. Auch kläre ich die Frage, ob Brennholz eine günstige Alternative zum Heizen mit Gas oder Heizöl ist, welches Brennholz sich für einen Kamin eignet und wofür es im Garten noch so verwendet werden kann.

Worin unterscheidet sich Brennholz?

Brennholz wird nach der sogenannten Darrdichte/Rohdichte in Weichholz und Hartholz unterteilt. Die Darrdichte gibt dabei das Gewicht des vollkommen trockenen Holzes an, wenn der Wassergehalt also bei null Prozent liegt.

Weichhölzer verfügen über eine maximale Darrdichte von 550 kg/m3 (Kilogramm je Kubikmeter). Liegt der Wert oberhalb, wird von Hartholz gesprochen. Denn Harthölzer wachsen langsamer als Weichhölzer und weisen dadurch eine höhere Faserdichte und ein entsprechend höheres Gewicht auf. Eine weit verbreitete Meinung ist, dass alle Laubbäume Harthölzer sind. Arten wie Pappeln, Weiden oder Linden zählen jedoch zum Beispiel zu den Weichhölzern. Genauso sind nicht alle Nadelbäume Weichhölzern.

Beim Kauf von gutem Brennholz entscheiden sich Hausbesitzer in der Regel für Hartholz, da dieses durch seine hohe Dichte wesentlich langsamer verbrennt. Zu den bekanntesten Brennholzarten gehören Eiche, Buche, Birke, Fichte, Tanne und Kiefer. Diese weisen unterschiedliche Eigenschaften und damit auch verschiedene Vor- und Nachteile auf.

Eiche: Vorteile und Nachteile
Als einheimisches Brennholz ist Eiche sehr bekannt und eignet sich mit seiner langen Brenndauer hervorragend für Öfen und Heizkessel. Im Vergleich zu anderen Brennhölzern hat Eiche jedoch einen hohen Gerbstoffanteil, wodurch bei mangelnder Verbrennungsluft die Abgasrohre angegriffen werden.

Buche: Vorteile und Nachteile
Auch Buche wird sehr gerne als Brennholz für geschlossene Heizkessel oder Kamine verwendet. Dabei lässt es ein schönes Flammenbild entstehen und zeichnet sich durch einen hohen Brennwert mit geringem Funkenflug aus. Dieser Brennwert wird auch gerne als Referenziert bei der Suche nach dem perfekten Brennholz herangezogen. Da Buchenholz auch gerne für die Möbelherstellung genutzt wird, liegt Buchenbrennholz im höheren Preissegment.

Birke: Vorteile und Nachteile
Birkenholz ist bekannt für seinen geringen Funkenflug und die Freisetzung eines angenehmen Dufts, bedingt durch ätherische Öle. Daher wird es sehr gerne als Brennholz in offenen Kaminen verwendet. Im Vergleich zu Buche oder auch Eiche brennt das Birkenholz jedoch schneller ab und wird eher selten für die Befeuerung von Heizkesseln eingesetzt.

Fichte: Vorteile und Nachteile
Fichtenholz gehört zu den Weichhölzern, wächst schnell und wird gerne zum Anfeuern von Holzöfen, aber auch Kaminen genutzt, da es schnell an Temperatur gewinnt. Mit seinem hohen Harzanteil fördert es prasselnde und knisternde Geräusche, die für ein romantisches Feeling sorgen. Fichtenholz eignet sich jedoch nicht für den Dauerbetrieb, da es im Vergleich zu anderen Arten schneller abbrennt.

Tanne: Vorteile und Nachteile
Hinsichtlich ihrer Brenneigenschaften ähnelt die Tanne der Fichte, brennt schnell ab und eignet sich damit wenig als Brennholz für den Dauerbetrieb. Durch den geringeren Harzanteil bleibt die Funkenbildung gering. 

Kiefer: Vorteile und Nachteile
Kiefernholz wächst vor allem auf sandigen und trockenen Böden sehr schnell, brennt mit seinem niedrigen Heizwert aber ebenso schnell ab. Daher eignet sich Kiefernholz zwar zum Anheizen, aber nicht für den Dauerbetrieb.

Pellets und Briketts

Sogenannte Holzpellets stammen aus der Sägenebenproduktion und sind nichts anderes als kleine, Holzpresslinge, mit einem Durchschnitt von 25 Millimetern. Oberhalb dieses Durchmessers handelt es sich um Holzbriketts. Eine weitere Form sind Holzhackschnitzel, die ebenfalls aus Restholz produziert werden. Pellets, Briketts und Hackschnitzel eignen sich für die private Kleinfeuerung, aber auch für industrielle Feueranlagen. Alle drei zeichnen sich durch einen hohen Heizwert aus.

Brennholz als Alternative zu Gas und Heizöl

Holzheizungen und Kamine für die Wärmeerzeugung rücken immer mehr in den Fokus, bedingt durch starke Preissteigerungen im Bereich Gas und Heizöl sowie als umweltfreundliche Alternative. Doch ist Holz in diesem Fall wirklich günstiger? 

Dank nachhaltiger Forstwirtschaft stehen derzeit ausreichend Hölzer zur Verfügung, die als erneuerbare Energie genutzt werden können. Da Holz als heimischer Rohstoff regional erhältlich ist, fallen weniger Kosten für Transport ein. Zudem wird durch Aufforstung für stetigen Nachschub gesorgt, was die Preise konstant hält, während andere Ressourcen immer knapper und entsprechend auch immer teurer werden. Holz bietet im Vergleich zu Gas und Heizöl einen ebenso hohen und komfortablen Heizwert, was die Nutzung auf lange Sicht attraktiv macht. Dadurch wird ein möglicher Umbau preislich ausgeglichen. Generell kann also durchaus gesagt werden, dass Kamine und Holzheizungen eine günstigere Alternative zu gängigen Heizarten sind. 

Kosten für Brennholz

Die Kosten für Kaminholz hängen von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Brennholzart: Da Hartholz einen höheren Heizwert besitzt, lässt sich mit ihm auch mehr Wärmeenergie erzeugen. Daher liegt der Preis für Hartholz generell (z. B. Eiche, Buche, Birke) über dem von Weichholz (Kiefer, Tanne, Fichte).
  • Sauberkeit: Ebenfalls Einfluss auf die tatsächlichen Kosten nimmt die Qualität des Holzes. Bei einem angemessenen Preis sollte Holz frei von Ungeziefer, Verunreinigungen und Schimmel sein.
  • Frisch oder gelagert: Frisches Holz, das du selbst noch zwei Jahre lagern musst, ist günstiger als bereits getrocknetes und damit sofort verwendbares Holz. Wenn dir genügend Lagermöglichkeiten zur Verfügung stehen, kannst du hier durchaus sparen.
  • Verarbeitungsgrad: Je mehr das Kaminholz verarbeitet wurde, desto kostenintensiver ist der Endpreis. Gespaltenes Brennholz ist daher teurer als ungespaltenes Stammholz.
  • Mit oder ohne Lieferung: Wenn du dein Kaminholz geliefert haben möchtest, zahlst du natürlich einen Preisaufschlag. Als Selbstabholer kannst du daher in jedem Fall sparen, ebenso bei der Bestellung höherer Mengen Holz, da sich hier die Lieferkosten verteilen. Die Entfernung vom Wohnort und die gewählte Lieferform spielen dabei natürlich ebenfalls eine Rolle.

Generell liegen die Kosten für Brennholz derzeit bei 350 bis 500 Euro je Raummeter Holz. Die Preise für Holz-Pellets werden hingegen von regionaler Verfügbarkeit, Angebot und Nachfrage bestimmt, wodurch die Preisgestaltung stark schwanken kann. Lag der Preis im Jahr 2021 noch bei rund 300 Euro je 1000 kg Holzpellets, kletterte er bereits im August 2022 auf über 700 Euro je Tonne.

Welches Brennholz eignet sich für welchen Verwendungszweck?

Kamin, Kaminofen und Kachelofen
Kamine und Öfen sind für die Verbrennung von Stückholz ausgelegt und ermöglichen so eine wohlige Wärme im Raum. Ob sie für die Befeuerung Hart- oder Weichholz bevorzugen, hängt von den persönlichen Vorlieben und natürlich dem Budget ab. Harthölzer sind meist teurer als Weichhölzer, jedoch verleihen vor allem Weichhölzer das romantische Kaminfeeling mit prasselndem Feuer.

Festbrennstoffofen
Diese Heizform ist für die Verbrennung von Stückholz ausgelegt und ähnelt damit einem Kamin. Dabei bietet sich natürlich die Verwendung von Hartholz an, dass sich durch eine lange Brenndauer auszeichnet. Weichholz kann in diesem Fall aber zum schnellen Anfeuern Verwendung finden.

Pellet-Heizung, Brikett-Heizung, Hackschnitzelheizung
Diese Holzheizungen verfügen über bestimmte Brennkessel, die nur mit der jeweiligen Brennholzart befeuert werden können. Eine Verbrennung von Stückholz ist hier nicht möglich.

Feuerschale im Garten
Für eine Feuerschale im Garten eignet sich vor allem Buche und Esche, da beide Holzarten über eine lange Brenndauer und einen geringen Funkenflug verfügen. Aufgrund der ätherischen Öle wird auch gerne Birke verwendet, allerdings handelt es sich dabei um Weichholz, das nur über eine kurze Brenndauer verfügt. Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten bei der Auswahl von Brennholz für die Feuerschale, die du ganz nach deinen Vorliegen oder deinem Budget treffen kannst. Das Holz sollte aber in jedem Fall gut abgelagert und somit trocken sein.

Räucherofen
Beim Räuchern von rotem Fleisch und fettigem Fisch solltest du Hölzer mit einem intensiven Aroma verwenden. Eiche zum Beispiel würzt das Gargut mit einem herb-holzigen Geschmack. Zarter Fisch und Geflügel werden gerne mit Birkenholz geräuchert, da dessen feiner Rauch dem Gargut eine leichte Süße verleiht. Ein Dauerbrenner in der amerikanischen BBQ-Szene ist zudem Hickory, das mit seiner rauchig-süßlichen Würze Schinken, Ribs und Pulled Porc verfeinert. Wird eine blumige Würze benötigt, zum Beispiel für Fisch, Lamm und Meeresfrüchte, bietet sich die Verwendung von Flieder an. Das Holz eines Pflaumenbaums veredelt hingegen Wild mit einer fruchtigen Süße.

Wie oben bereits beschrieben, ist die trockene Lagerung von deinem Brennholz enorm wichtig. Welche Möglichkeiten du dazu in deinem Garten hast, und was es dabei zu berücksichtigen gilt, kannst du hier nachlesen.

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