Im Artikel „Gärtnern für Anfänger: Das 1×1 der Gartenarbeit“ habe ich nur über die Basics gesprochen, die du als Anfänger bei der Gartenarbeit wissen musst. In diesem Artikel vermittle ich dir nun das nötige Know-how, mit dem du deine gärtnerischen Fähigkeiten auf ein ganz neues Level bringst.

Finde deine Winterhärtezone

Der Begriff Winterhärtezone findet vor allem in der Pflanzenkunde Anwendung und beschreibt, in welchen Gebieten, welche Temperaturen vorherrschen. Auf diese Weise können Gebiete durch ihre durchschnittlich niedrigste Minustemperatur bestimmt werden. Es gibt etliche Karten, mit denen du die Winterhärtezone für deinen Wohnort bestimmen kannst. Anhand deiner Winterhärtezone solltest du auch deine Pflanzen auswählen, um sie vor zu kalten Temperaturen zu schützen. Auf einem Saatgut könnte zum Beispiel stehen, dass die Pflanze bis Zone 7″ winterhart ist, was bedeutet, dass sie bei Temperaturen von 0 bis 10 Grad Celsius überleben kann.

Führe ein Gartentagebuch

Ein Gartentagebuch gibt dir vom ersten Tag an die Möglichkeit all deine Erfahrungen zu notieren, um die gleichen Fehler nicht noch einmal zu machen oder die Dinge, die gut funktionieren, immer wieder richtig zu machen. So kannst du dir alles über Schädlingsprobleme notieren, wichtige Erkenntnisse zum Thema Düngen notieren oder schlicht Wochen- und Monatsaufgaben notieren, die sich jedes Jahr wiederholen.

Über die Jahre gelangst du so zu einem enormen Wissensschatz, der für immer festgehalten ist und dich zu einem echten Garten-Experten macht.

Verwende ein Fotoalbum zur Aufbewahrung von Saatgutpackungen

Saatgutpackungen sind fummelige kleine Dinger, die immer dann zu verschwinden scheinen, wenn man sie am meisten braucht. Sie enthalten wichtige Pflege- und Ernteanweisungen für die einzelnen Samen, weshalb du sie unbedingt aufbewahren solltest, falls du doch noch einmal etwas nachlesen musst.

Diese Informationen kannst du natürlich auch in deinem Gartentagebuch verewigen, was bei vielen verschiedenen Samen jedoch recht mühsam sein kann oder du bewahrst die Saatgutpackungen eben in einem Fotoalbum auf.

Das Fotoalbum kannst du nach Kategorien wie Obst, Gemüse, Blumen etc. anordnen, so dass du es gezielt durchblättern kannst, ohne lange zu suchen. Sofern Saatgutpackungen noch nicht aufgebraucht sind, kann das Fotoalbum natürlich auch als perfekter Lagerort dienen.

Mischkultur in Betracht ziehen

Die Mischkultur ist eine Möglichkeit, Pflanzen vor Schädlingen zu schützen und die Qualität der Ernte zu verbessern. Viele Gärtnerinnen und Gärtner haben mit Mischkulturen viel Erfolg. Dabei werden zwei verschiedene Pflanzen zusammen gepflanzt, damit sie sich gegenseitig beim Wachsen und Gedeihen helfen können.

Es gibt nur wenige Untersuchungen, die die Wirksamkeit des Beipflanzens belegen, aber viele Gärtner schwören auf diese Methode. Ein Beispiel ist eine hohe Pflanze wie Zuckermais, die mit Salat gepflanzt wird, einer Pflanze, die schattige Standorte bevorzugt.

Viele Kräuter können zum Beispiel neben anderen Pflanzen gepflanzt werden, um Schädlingen vorzubeugen. Minze zum Beispiel hält Ameisen, Kohlfalter und Fliegen davon ab, deine Ernte zu zerstören. Ein anderes Beispiel sind Möhren und Zwiebeln. Der Duft der Möhre hilft dabei, die Zwiebelfliege zu verjagen, während der Duft der Zwiebel dabei hilft, die Möhrenfliege auf Abstand zu halten. Alles in Einklang zu bringen erfordert natürlich viel Planung, wird am Ende aber mit einem reichen Ertrag belohnt.

Einjährige und mehrjährige Blumen mischen

Um das Beste aus deiner Blumenpracht herauszuholen, solltest du mehrjährige Blumen mit einjährigen Blumen pflanzen. Erstere blühen vier bis acht Wochen im Jahr und blühen dann erst im nächsten Jahr wieder. Einjährige Blumen blühen nur ein Jahr lang, aber sie halten länger als mehrjährige Blumen innerhalb eines Jahres.

Wenn du also den ganzen Sommer über ein farbenfrohes Bild haben möchtest, solltest du einjährige Pflanzen mit mehrjährigen Pflanzen mischen. Zu Beginn des Sommers blühen beide zusammen, aber wenn die Stauden aufgehört haben zu blühen, kann man sich immer noch am Aussehen der Einjährigen Pflanzen erfreuen.

Zupfe keine Blätter

Laub eignet sich hervorragend für den Kompost. Rupfe also keine Blätter ab, die du an deinen Pflanzen hängen siehst. Lass sie stattdessen ihre volle Wirkung entfalten. Laub kann auch Würmer anlocken, die sich von den Blättern ernähren und die Düngemittel im Boden zurücklassen. Würmer eignen sich auch hervorragend zur Durchlüftung des Bodens und sind daher eine großartige Ergänzung für jeden Garten.

Mit Vorsicht beschneiden

Das Beschneiden von Pflanzen ist eine wichtige Fähigkeit für jeden Gärtner. Man muss wissen, wann und wie man richtig schneidet, um das Wachstum zu fördern und den Garten ordentlich und übersichtlich aussehen zu lassen. Sommerblühende Pflanzen sollten im Frühjahr geschnitten werden, um die Pflanze zu einer eindrucksvollen Blüte anzuregen.

Winterblüher sollten direkt nach der Blüte geschnitten werden, damit die Blätter Nahrungsreserven an die Wurzeln abgeben können. Immergrüne Bäume und Sträucher verlieren nicht das ganze Jahr über ihre Blätter und müssen daher im Frühjahr und Sommer regelmäßig beschnitten werden. Ein Rückschnitt in den kälteren Monaten könnte die Pflanze schädigen und zu Wachstumsstörungen führen.

Pflanze deine Pflanzen nicht zu nahe beieinander

Wenn du deine Pflanzen zu dicht beieinander pflanzt, kann es dazu führen, dass die Pflanzen um die Nährstoffe im Boden kämpfen. Weiterhin kann es passieren, dass sich die Wurzeln verwickeln und das ganze System der Pflanze schädigen. Oberirdisch kann es beim Wachstum hingegen passieren, dass sich die Pflanzen gegenseitig einengen und so in ihrem Wachstum stören. Eine zu enge Bepflanzung wirkt sich insgesamt also sehr negativ auf das Wachstum und die Ernte aus, weshalb du stets die Anweisungen auf den Saatgutpackungen beachten solltest.

Bereit für den Wachstumsturbo?

Ich hoffe, dass du auch in diesem Artikel einige wertvolle Informationen aufgeschnappt hast, die dein Gartenabenteuer bereichern. Die Gärtnerei kann richtig Spaß machen und eine großartige Lernerfahrung für dich und deine ganze Familie sein. Wichtig ist nur, dass du dir Zeit lässt, Ratschläge annimmst und dein Gartenabenteuer in Form von Bildern und Notizen dokumentierst, um diese tollen Erinnerungen für immer festzuhalten.

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