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Dachbegrünung für Gartensauna, Garage & Co. – Das musst du wissen

Die Dachbegrünung von Garage & Co. dient nicht der Verschönerung von deinem Garten, die Dachbegrünung ist auch auch ökologischen Gründen sehr sinnvoll und hilft dir sogar dabei Heizkosten zu sparen. Was du alles bei der Errichtung von einem sogenannten “Gründach” beachten musst, welche Pflanzen geeignet sind und mit welchen Kosten du bei der Dachbegrünung rechnen musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Gründächer werden auch hierzulande immer beliebter. Die Dachbegrünung liegt voll im Trend, da sie beinahe für alle Dachformen passt. Des Weiteren bietet sie viele Vorteile, wie etwa eine hervorragende Wärme- und Schalldämmung. Eine Gartensauna mit Gründach sieht obendrein sehr ästhetisch aus. Das mit Pflanzen oder Rasen bewachsene Ökodach passt für ein Gartenhaus, einen Wintergarten, eine Außensauna und ebenso für einen Carport, um nur einige Beispiele zu nennen. Es ist daher sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten zu finden.

Was bedeutet Dachbegrünung?

Unter einer Dachbegrünung ist ein Dach, das mit Pflanzen bewachsen ist, zu verstehen. Das Stück Natur auf dem Dach verbessert die Wärme- und Schalldämmung deines Hauses. Es wird zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung unterschieden. Die Pflanzen nehmen einen großen Teil des Regenwassers auf und geben es an die Luft weiter.

Die Begrünung muss an die Belastung, die das Dach tragen kann, angepasst werden. Im Haus mit einem begrünten Dach herrscht eine angenehme Innentemperatur. Denn im Sommer wird die Temperatur gesenkt und im Winter ist es weniger kalt. Wusstest du, dass das Gründach als einer der besten akustischen Isolatoren, die es gibt, eingestuft wird? Denn die Pflanzen tragen zur besseren Funktion des Gebäudes bei. Die historischen Wurzeln eines “Dachgartens” sind in Skandinavien und auch im Vorderen Orient zu finden.

Welche Funktion erfüllt ein Gründach?

Wie bereits kurz angemerkt, speichern Gründächer Wasser, sie verbessern zudem die Luftqualität, indem sie Staub aus der Luft filtern. Im Gegenzug produzieren sie Sauerstoff. Sie gleichen Temperaturunterschiede aus und lassen sich je nach Art des Daches wie Gärten (Gemüsegarten, Naturterrasse, Blumengarten) nutzen.

Begrünte Dächer steigern als unmittelbar die Lebensqualität in deiner näheren Umgebung. Mit ihrer Hilfe schaffst du über deinem Anwesen eine natürliche und ökologische Grünfläche. Die Pflanzen auf dem Dach folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten. Sie verändern ihre Farben und Texturen wie in der freien Natur. Gründächer speichern zudem bis zu 80 und 90 Prozent des Regenwassers. Diese Funktion sorgt nicht nur für ein ausgeglichenes Klima, sondern entlastet auch die Kläranlagen.

11 Vorteile der Dachbegrünung

Wie du bereits erfahren hast, erfüllt eine Dachbegrünung weit mehr als nur einen ästhetischen Zweck. Welche Vorteile insgesamt mit einem Gründach einhergehen, erfährst du folgend:

  • der ästhetische Aspekt
  • steigert den Wert der Immobilie
  • verleiht dem Haus eine gewisse Natürlichkeit
  • Erholungsraum für Mensch und Tier
  • Wärme und Schalldämmung 
  • gute Isolierung
  • sorgt für ein milderes Mikroklima
  • schützt das Dach
  • entlastet die Kläranlagen
  • bringt die Biodiversität zurück
  • einfach zu installieren

Das Gründach kann die Form annehmen, die du bevorzugst. Bei einem Flachdach kannst du daraus einen Gemüsegarten, eine Blumenwiese oder einen japanischen Garten machen. Es passt sich sowohl den ländlichen als auch den städtischen Bereichen vollständig an und verleiht deinem Zuhause eine gewisse Ursprünglichkeit. Obendrein steigert es den Wert deiner Immobilie. Die grüne Oase am Dach lässt sich vielfältig nutzen. Sie bietet Mensch und Tier einen nützlichen Erholungsraum mitten im dicht verbauten Stadtgebiet.

Die Pflanzen auf dem Dach spielen zudem eine Rolle bei der Isolierung des Gebäudes. Zusammen mit der Erdschicht bilden sie einen dichten Schirm, der die Lärmbelästigung von außen abhält. Das Gründach regelt die Innentemperatur in den Räumen, im Winter ist es weniger kalt, im Sommer nicht so heiß. Gründächer speichern die Feuchtigkeit und sorgen für ein milderes Mikroklima. Die Begrünung schützt das Dach, das andernfalls den Wetterkapriolen ausgesetzt wäre. Es kann seine Lebensdauer verdoppeln.

Gründächer haben ein Ökosystem, sie halten das Regenwasser zurück, sodass es nur langsam vom Dach in die Dachrinnen fließt. Auf diese Weise werden die Kläranlagen entlastet. Durch die zunehmende Urbanisierung der Städte wurden viele Tierarten und Insekten (Schmetterlinge, Hummeln, Vögel) nach und nach aus den Metropolen vertrieben. Zudem hat sich die Vielfalt der Pflanzen reduziert. Gründächer ziehen wegen ihrer verschiedenen Pflanzenarten bestäubende Insekten und diverse Vögel an. Sie nutzen die Grünflächen zur Fortpflanzung.

Auf diese Weise tauchen auch in großen Städten wieder Biodiversitätsreservate auf. Mittlerweile gibt es schon verschiedene, moderne Techniken, mit denen sich Gründächer einfach und schnell installieren lassen. Beauftrage einen Fachmann, der das Dach so installiert, dass es alle Leistungs- und Dichtungsanforderungen erfüllt. Dann hat es eine längere Lebensdauer als herkömmliche Dächer.

Welche Arten von Dächer sind für ein Gründach geeignet und worin liegen die baulichen Anforderungen?

Gründächer haben zwangsläufig ein erhebliches Gewicht, auch wenn sie extensiv begrünt sind (30 bis 100 kg/m2 bei Wassersättigung). Die Dachkonstruktion muss daher solchen Belastungen standhalten können. Im Grunde lässt sich jede Dachneigung begrünen, sofern das richtige System zur Anwendung kommt. Am häufigsten werden Flachdächer mit einer Neigung bis zu 30° begrünt. Ab einer gewissen Dachneigung werden Maßnahmen gegen das Abrutschen der Grünfläche erforderlich. Allerdings eignen sich Flachdächer am besten zum Begrünen. Wende dich an einen Fachmann, er kann auch steilere Dächer begrünen. Die extensive Begrünung beispielsweise funktioniert auf leicht geneigten Dachflächen besonders gut.

Bei Kaltdächern gilt es zu beachten, dass die Wärmedämmung im Falle einer Begrünung erhalten bleiben muss. Diese Dächer sind im Allgemeinen wegen ihrer geringen Tragfähigkeit nur für eine dünne extensive Begrünung geeignet. 

Bei Warmdächer sind wiederum alle Begrünungsarten möglich. Allerdings ist für eine erstklassige Dampfsperre zu sorgen.

Im Gegensatz dazu muss die Wärmedämmung bei Umkehrdächern gesondert geschützt werden, denn sie befindet sich über der Abdichtung. Obendrein ist darauf zu achten, dass Dampfdiffusionsvorgänge aus dem Dämmstoff nicht begrenzt werden. Das Umkehrdach ist nur für eine extensive Begrünung geeignet.

Welche Pflanzen kommen für eine Dachbegrünung infrage?

Fetthenne (Sedum):
Diese krautigen Pflanzen besitzen ein Wasserspeichergewebe. Sie halten daher auch längeren Dürreperioden und Frost stand. Sorten wie der “Schwarze Mauerpfeffer” bringen sternförmige, gelbe Blüten hervor.

Schnittlauch (Allium schoenoprasum):
Diese viel geliebte Küchenkraut wächst sehr gut auf Dächern. Es blüht sogar reichlich und kann geteilt werden.

Blauschwingel (Festuca glauca):
Diese Pflanze mit dem blauen Laub ist eine hervorragende Sorte für die Dachbegrünung.

Majoran (Origanum vulgare):
Der Majoran hat wunderschöne Blüten. Ihr Duft zieht auch Schmetterlinge und andere Insekten magisch an.

Teppich- oder Polster-Schleierkraut (Gypsophila repens):
Dieser Bodendecker blüht von Juni bis August. Die Blüten sind weiß bis rosa. Das Schleierkraut kommt mit der Trockenheit sehr gut zurecht und es braucht so gut wie keine Pflege: Eine gute Wahl für die Dachbegrünung.

Das ist nur eine kleine Auswahl. Selbstverständlich gibt es viel mehr Pflanzen, die sich für ein grünes Dach eignen.

Worauf muss man bei der Auswahl der Pflanzen achten?

Willst du eine extensive Begrünung haben, so ist es empfehlenswert, eine artenreiche Pflanzengemeinschaft auszuwählen. Sie sollte nur einen geringen Pflegeaufwand benötigen und sich den Standortbedingungen anpassen. Die schnell wachsende Begrünung kann zudem bodendeckend sein. Wie bereits angemerkt sind Steingartenpflanzen und Kräuter wie Schnittlauch und Majoran sowie auch Ziergräser ideal. Sie müssen robust sein und den Frost aushalten und obendrein mit dem natürlichen Niederschlag auskommen.

Im Allgemeinen wird der Grüngarten (außer es handelt sich um einen Gemüse- oder Blumengarten) nicht gegossen. Die Pflanzen über der Gartensauna oder dem Carport sollten zum Teil ein Kräuterparadies darstellen und obendrein den Insekten Nahrung bieten. Nutzpflanzen werden so gepflanzt, dass sie leicht erreichbar sind. Während sich Walderdbeeren (Fragaria vesca) eher für einen sonnigen bis halbschattigen Standort eignen, wachsen Kräuter wie Oregano, Salbei, Koriander und Rosmarin sehr gut auf sonnigen Dächern.

Kosten bei einer Dachbegrünung

Für die Etablierung einer extensiven Dachbegrünung mit Moos, Gras oder Kräutern und einer Aufbauhöhe von 10 bis 20 cm solltest du zwischen 25 und 70 Euro pro Quadratmeter einplanen. Im Vergleich dazu ist für eine intensive Bepflanzung, mit Rosen, Stauden und Sträuchern mit Kosten zwischen 110 und 320 Euro zu rechnen. Eine halbintensive Lösung kostet dich pro Quadratmeter ungefähr zwischen 50 und 80 Euro. Bei den hier angeführten Preisen handelt es sich selbstverständlich nur um Richtwerte. Die Kosten können zwischen den verschiedenen Fachfirmen und Anbietern stark variieren.

Ich hoffe, dass du mit der Dachbegrünung eine weitere Möglichkeit gefunden hast, um Bauten in deinem Garten (z.b. deiner Garage) auf eine ganz besondere Weise zu verschönern und diesen zugleich zu einem sehr nützlichen Zweck zu verhelfen.

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