Gartenpflege

Rollrasen verlegen und pflegen: Der ultimative Ratgeber

Du wünschst dir einen makellosen Rasen, der bereit ist bewundert zu werden? Allerdings fehlt dir die Zeit zum Säen. Du hast Glück, denn die Lösung heißt “Rollrasen”. Er lässt sich schnell und einfach anbringen und du musst nicht lange warten, bis er gut verwurzelt ist und du darauf gehen kannst. Worauf du bei der Verlegung und der Pflege von Rollrasen achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Für welche Böden ist Rollrasen geeignet?

Eigentlich stellt der Rollrasen keine großen Anforderungen an den darunter liegenden Boden. Damit er aber optimal anwächst und er sich gut entwickeln kann, benötigt er einen Untergrund, der frei von Abfällen und Wurzeln ist. Der vor kultivierte Rasen bevorzugt eine nährstoffreiche Erde von krümeliger Struktur, wie etwa die Gartenerde.

Es sollte ein ausgewogenes Verhältnis von durchlässigem Lehm, Humus, Ton und Sand vorhanden sein. Ist der Boden zu schwer, kannst du feinen Sand einarbeiten. Dadurch wird seine Durchlässigkeit erhöht und er ist in der Lage Wasser aufzunehmen und zu speichern. Sobald der Untergrund alle Bedingungen erfüllt, sollte er noch gelockert werden. 

Vorteile von Rollrasen

  • wächst schnell an
  • du kannst den Rollrasen das ganze Jahr über hinzufügen
  • ein Garant für einen Erfolg
  • er ist schnell nutzbar
  • frei von Unkraut und Mängeln
  • widerstandsfähig

Die Rasenrollen lassen sich das ganze Jahr über im Garten anbringen (nur nicht bei Frost). Sie verwandeln den Gartenboden schnell in eine grüne Oase. Du hast vor, für dein Grundstück einen Rollrasen zu kaufen? Abhängig von der Rasenart musst du dann mit Kosten zwischen 5 Euro und 8,50 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das ist zwar nicht ganz billig, allerdings ist Rollrasen sehr ästhetisch und auch widerstandsfähig, was die Mehrkosten ausgleicht.

Der vor kultivierte Rasen ist zudem ein Garant für Qualität und Erfolg bei deiner Gartensanierung. Denn Qualitätsrasenrollen müssen mindestens ein Jahr lang unter freiem Himmel wachsen. Infolgedessen ist das Ergebnis sofort nach dem Verlegen sichtbar. Bereits nach ungefähr zwei bis drei Wochen kannst du den Rasen betreten. Selbstverständlich musst du auch diese Rasenart pflegen und wässern. Würdest du einen Rasensamen kaufen, dann musst du lange darauf warten, bis der Samen zu keimen beginnt und anwächst. Obendrein sind die Pflanzen viel zu zart, sodass du die Rasenfläche nicht problemlos betreten kannst. Dadurch sind die etwas höheren Kosten für den verlegefertigen Rasen durchaus gerechtfertigt.

4 verschiedene Arten von Rollrasen

Wenn du dich entschließt, vor kultivierte Rasenrollen zu kaufen, kannst du zwischen verschiedenen Rasenrollentypen wählen.

1. Sport- und Spielrasen

Dieser Rasen ist speziell für hohe Belastungen ausgelegt. Er kommt sowohl auf Privatgrundstücken als auch auf Spielplätze oder rund um Kindergärten zum Einsatz. Dieser Rasen leistet Widerstand gegen alles, was eine Familie ihm zufügen kann: Sommerfeste, Fußballspiele, laufende Kinder, Stollenschuhe etc. Der Sport- und Spielrasen ist überaus robust und erholt sich schnell. Der perfekte Partner für Spiel, Sport und Spaß.

2. Schattenrasen

Kommt keine Sonne auf das Grundstück, kann das für Pflanzen zum Problem werden. Der Boden ist dann nicht selten von Moos durchzogen und die Fläche sieht meist nicht sehr attraktiv aus. Der Schattenrasen ist ein echter Spezialist. Er kann auch dort wachsen und gedeihen, wo kaum die Sonne scheint. Bei den Rasenrollen für solche Bereiche wurden die Gräser so ausgewählt, dass sie auch mit wenig Sonne gut zurechtkommen. Der Rasen ist sehr belastbar und punktet überdies mit einer hohen Resistenz gegenüber herkömmlichen Rasenkrankheiten.

3. Trockenrasen

Der Mediterran-Rasen ist ideal für Gartenbesitzer, die ihre Rasenfläche im Sommer nicht täglich wässern können. Er bewährt sich für Schrebergärten, da er auch kurze Trockenphasen ohne Bewässerung übersteht. Der Rasentyp ist zudem ideal zum Begrünen von leichten, sandigen Böden, die das Wasser nicht gut speichern können. Dank seiner genügsamen Gräser verbraucht er weniger Wasser und Gartenbesitzer sparen sich daher Geld und kostbare Zeit.

4. Premium/Rollrasen

Er hat gleich mehrere erstklassige Eigenschaften. Der Premiumrasen überzeugt Gartenbesitzer mit einer hervorragenden Optik und mit einem sehr guten Wuchs. Er eignet sich als Zierrasen, kann aber auch “normal” genutzt werden. Da er sehr leicht zu pflegen ist, hast du mit ihm ungefähr bis zu 40 Prozent weniger Pflegeaufwand als mit einer herkömmlichen Rasenfläche.

TIPP: Anzumerken gilt es, dass es die Rasenrollen mittlerweile auch als Blumenwiese zu kaufen gibt.

Wann sollte Rollrasen verlegt werden?

Wenn es möglich ist, solltest du die Rasenrollen im Frühjahr oder im Herbst verlegen. Dann ist der Boden frostfrei und trocknet nicht so schnell aus. Im Frühling (Mitte Mai) sorgt die Sonne für Wärme und es fallen meist regelmäßig Niederschläge, sodass es zu einer guten Durchfeuchtung des Bodens kommt. Außerdem ist der nächste Winter noch weit entfernt, sodass die Rasenpflanzen gut anwurzeln werden und genügend Widerstandsfähigkeit gegen den Frost entwickeln können. 

Im Herbst wiederum sind die Temperaturen angenehm und es fallen auch ausreichend Niederschläge, sodass sich der Rasen noch gut im Boden verankern kann. In der Folge musst du die Rasenfläche kaum künstlich bewässern. Temperaturen von über 10 Grad Celsius sorgen dafür, dass die Sprossen des Rasens gut weiterwachsen können. Die Monate September und Oktober eignen sich sehr gut zum Anlegen des Rollrasens.

Bei der Verlegung im Sommer musst du mit mehr Arbeitsaufwand rechnen. Die Temperaturen steigen und es regnet weniger. Nach ihrer Verlegung sind die Rasenrollen durchgehend wurzeltief feucht zu halten. Andernfalls würden sich die Halme gelb verfärben. An heißen Sommertagen ist es nötig, dass du deine frische Rasenfläche am Morgen und am Abend gießt. Im Winter ist das Risiko hoch, dass der Frost eine Verwurzelung verhindert. 

Worauf muss man beim Kauf von Rollrasen achten?

Vor dem Kauf musst du die benötigte Menge berechnen. Die Rollen haben Maße von 40 x 250 cm oder 50 x 200 cm. Das entspricht jeweils einem Quadratmeter. Für den Verschnitt solltest du noch etwa zwei bis drei Prozent mehr einplanen. Wie in diesem Ratgeber bereits berichtet, geht es beim Kauf des verlegefertigen Rasens zunächst einmal darum, die richtige Sorte zu wählen. Es gibt so gut wie für jedes Grundstück/Garten die richtige Sorte zu kaufen. Je nach Nutzungsart werden vom Hersteller verschiedene Rasensorten gemischt. Sobald du dich für eine Sorte (Spielrasen, Schattenrasen, etc.) entschieden hast, wähle einen Anbieter mit kurzen Lieferwegen. Vereinbare einen festen Liefertermin. Im Frühling und Herbst musst du mit ungefähr einer Woche Lieferzeit rechnen. In dieser Zeit ist die Nachfrage besonders hoch.

Zu beachten gilt es, dass die Rasenrollen innerhalb eines Tages verlegt werden sollten, damit sie nicht zu faulen beginnen. Daher solltest du dich unbedingt um einige Helfer zum Ausrollen umsehen. Du kannst die Rollen natürlich auch allein anlegen. Das ist allerdings Schwerstarbeit. Bevor die Rasenrollen abgeladen werden, ist es wichtig, dass du ihren Zustand sorgfältig prüfst. Riecht er bereits verfault, solltest du die Lieferung besser nicht annehmen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass du einen Rasen verlegst, der bald abstirbt. 

Tipps zum Verlegen von Rasenrollen

Besorge dir Handschuhe, eine Harke und einen Rechen und bereite den Untergrund richtig vor. Alte Grasnarben müssen entfernt werden. Lockere die Erde spatentief auf. Streue den Starterdünger (Gründünger) aus. Ist der Boden zu sandig, solltest du Mutterboden einarbeiten. In schwere, lehmige Böden wird feiner Sand hinzugefügt. Damit der Boden vor dem Anbringen der Rasenrollen möglichst eben ist, wird er mit einer Walze verdichtet. Vor dem Ausrollen musst du die Fläche wässern. 

Mit dem Verlegen beginnst du am besten in der Ecke, die sich am nächsten zum Standort der Rasenpaletten befindet. Die Rollrasenbahnen werden Stoß auf Stoß ausgelegt, sodass keine Fugen bleiben. “Kreuzfugen” lassen sich vermeiden, indem du die Rollen bei jeder Bahn etwas versetzt anbringst. Achte darauf, dass die Rassenrollen gut an die Ränder anschließen, damit sie an der Seite nicht austrocknen. Sie lassen sich einfach mit einem Gartenmesser zuschneiden. Den frisch verlegten Rasen betrittst du am besten nur mit speziellen Rasenschuhen. In den ersten 10 bis 15 Tagen nach dem Auslegen musst du den Rasen reichlich wässern. Nach etwa zwei Wochen (und bei guter Behandlung) ist der Rasen vollständig fest mit dem Boden verbunden. 

Tipps zur Pflege von Rollrasen

Sobald der Rasen verlegt ist, musst du ihn ausgiebig pflegen und bewässern. Gemäht wird das erste Mal, wenn die Halme mindestens sechs bis zehn Zentimeter hoch sind. Die Messer des Mähers sollten scharf sein, damit die Pflanzen nicht entwurzelt werden. Der erste Schnitt sollte nicht kürzer als fünf Zentimeter ausfallen. Später kannst du die Rasensprossen auf vier Zentimeter kürzen. Eine erste Düngung (mit einem Saisondünger) erhält der Rasen nach zirka sechs Wochen nach dem Auslegen. Danach sollte (abhängig von der Bodenqualität) dreimal im Jahr gedüngt werden. Nach etwa vier bis sechs Wochen ist die Rasenfläche perfekt und kann auch betreten werden.

Die richtige Bewässerung von Rollrasen

Sofort nach dem Auslegen solltest du den Rasen mit etwa 15 bis 20 Litern Wasser pro Quadratmeter gießen. In den ersten zwei bis drei Wochen, gilt es darauf zu achten, dass der Boden immer in einer Tiefe von zirka sieben Zentimeter durchfeuchtet ist. Es hängt natürlich von der Witterung ab, wie oft du gießen musst. In den heißen Sommermonaten kann das bis zu zwei- bis dreimal am Tag notwendig werden. Nach etwa drei Wochen sind die vor kultivierten Rasenrollen im Allgemeinen schon so fest im Boden verankert, dass du einen “normalen” Bewässerungsrhythmus einführen kannst.

Häufig gestellte Frage zu Rollrasen 

Wann ist die beste Zeit um Rollrasen zu verlegen?
Die beste Zeit um Rollrasen zu verlegen ist der Frühling und der Herbst. In diesen beiden Jahreszeiten herrschen optimale Bedingungen, damit dein Rollrasen perfekt anwachsen kann. Es ist weder zu kalt, noch zu heiß, so dass Frost und Trockenheit deinem frisch verlegten Rollrasen nichts anhaben können.

Wie lang darf man nicht auf Rollrasen laufen?
Du solltest deinem frisch verlegten Rollrasen ca. 3 Wochen Zeit geben, damit dieser unter idealen Bedingungen anwachsen kann. Danach kannst du deinen Rollrasen ganz normal betreten und dich über einen wunderschönen Rollrasen erfreuen.

Welchen Untergrund braucht ein Rollrasen?
Der ideale Untergrund ist ein durchlässiger, sandiger Lehmboden. Sollte dein Untergrund zu schwer sein, kannst du auch etwas Sand einarbeiten. Lockere den Untergrund vor dem Verlegen zudem auf und entferne alle Wurzeln, die du finden kannst, um das Wachstum von Unkraut zu unterbinden.

Kosten beim Verlegen von Rasenrollen

Die reinen Kosten für das Material bei Rasenrollen inklusive Lieferung liegen zwischen ca. 5 und 8,50 Euro pro Quadratmeter. Wenn neben dem Kauf auch die Verlegung eines Sportrasens beauftragt wird, musst du mit etwa 1.000 Euro für 100 Quadratmeter rechnen. Für 500 Quadratmeter Spielrasen fallen inklusive Verlegung zirka 4.750 Euro an Kosten an.

Fazit

Wenn du bereit bist ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen, ist Rollrasen definitiv eine super Alternative zur gewöhnlichen Aussaat von Rasen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Rasen muss nicht lange wachsen, sondern kann nach ca. drei Wochen direkt ganz gewöhnlich genutzt werden. Rollrasen ist zudem sehr widerstandsfähig und kann in seiner Art je nach Nutzungszweck ausgewählt werden. Zu guter Letzt erzielst du mit Rollrasen fast immer ein perfektes Ergebnis. Genug Gründe also, die für Rollrasen sprechen, wenn du gewillt bist ein paar Euro mehr auszugeben.

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